- 08.06.2012, 09:26:29
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Walser zu Zentralmatura: Überstürzte Entscheidung schafft große Probleme an den Schulen
Schmied, Amon und die GÖD betreiben Management by Chaos
Wien (OTS) - "Die überstürzte Entscheidung von
Unterrichtsministerin Claudia Schmied schafft mehr Probleme als sie
löst", empört sich Harald Walser, Bildungssprecher der Grünen, über
die von Schmied und ÖVP-Bildungssprecher Amon verkündete Aussetzung
der Zentralmatura um ein Jahr: "Jene, die sich entsprechend der
Gesetzeslage seit zwei Jahren ordentlich auf die neue Matura
vorbereitet haben, sind die Opfer des rot-schwarzen Management by
Chaos."
Walser bekommt viele negative Reaktionen auf die Aussetzung: "Bei mir
melden sich telefonisch, per Mail und SMS immer mehr SchülerInnen,
Lehrkräfte und DirektorInnen, die sich genarrt fühlen und nun
benachteiligt sind, weil sie sich korrekt verhalten haben." Betroffen
sind Schülerinnen und Schüler in den jetzigen sechsten Klassen der
AHS, aber auch ihre Lehrkräfte. Konkret geht es um ein Jahr jetzt
sinnloser Vorbereitung auf die in der Zentralmatura vorgesehene
vorwissenschaftliche Arbeit, auf standardisierte Klausuren sowie auf
die freie Wahl von mündlichen Maturafächern. Walser: "Das alles ist
jetzt nach der Ho-Ruck-Aktion des bildungspolitischen
Stillstands-Duos Schmied-Amon nichts mehr wert."
Für die nach den alten Maturavorschriften vorgesehenen
Schwerpunktprüfungen werden die Weichen durch die Wahl der
Wahlpflichtgegenstände schon in der fünften Klasse gestellt. Darauf
haben sich jene, die sich an der seit der 2009 beschlossenen neuen
Reifeprüfung orientierten, natürlich nicht mehr vorbereitet und
stattdessen Einführungskurse ins vorwissenschaftliche Arbeiten
belegt. "Diese SchülerInnen müssen sich neu orientieren, sie werden
durch den Umstieg auf die alte Maturaverordnung plötzlich gezwungen
sein, eine Schwerpunktprüfung abzulegen und Spezialgebiete
auszuarbeiten."
Ein weiteres Problem sieht der Grüne Bildungssprecher darin, dass
nicht die allein betroffenen SchülerInnen und Lehrkräfte der sechsten
Klassen darüber entscheiden, ob für sie die alte oder neue Form der
Matura zur Anwendung kommt, sondern die Schulgemeinschaft: "Das ist,
wie wenn die Tschechen darüber entscheiden, ob in Österreich ein
Atomkraftwerk gebaut wird."
Für das entstandene Chaos sind Schmied und Amon sowie die ÖVP-nahen
Interessensverbände verantwortlich. "Um zu retten, was kaum mehr zu
retten ist, sollte Schmied wenigsten den Schulen per Verordnung eine
dringende Empfehlung geben, dass sich Schulgemeinschaftsausschüsse
möglichst an die Empfehlungen der Betroffenen in den 6. Klassen
halten", schlägt Walser der Unterrichtsministerin vor.
Rückfragehinweis:
Die Grünen
Tel.: +43-1 40110-6697
mailto:[email protected]
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