• 07.06.2012, 11:22:01
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Becker: Lebenslange Gesundheitsförderung ist Auftrag an Politik

EU-Abgeordnete und Experten diskutieren Modell für gesundes und aktives Altern

Brüssel, 7. Juni 2012 (OTS) "Wenn die Politik nicht handelt,
explodieren uns in einigen Jahren die Gesundheitssysteme", erklärt
der Sozialsprecher der ÖVP im EU-Parlament und Generalsekretär des
Österreichischen Seniorenbundes Heinz K. Becker heute bei einer von
ihm veranstalteten Expertenkonferenz in Brüssel im Rahmen des
Europäischen Jahres des "Aktiven Alterns" 2012. "Gesundes, aktives
Altern muss vom Jugendalter an, das ganze Erwachsenenleben hindurch
erlernt, gefördert und von der Politik begleitet werden." Nur so
könne eine "immense Kostenlawine für die Gesundheitssysteme in der
EU" vermieden werden, so Becker. Bei der Konferenz diskutieren
Gesundheitsexperten, Mediziner, Seniorenvertreter, Fachleute für
Alternsfragen sowie Ernährungsexperten über den politischen
Handlungsbedarf, der sich im Gesundheitsbereich aus der steigenden
Lebenserwartung ergibt. "Allein im Pflegebereich könnten wir uns
einige Sparpakete sparen, wenn das Konzept der lebenslangen
Gesundheitsförderung umgesetzt wird", so Becker. ****

Gesundheit im Alter muss Thema der Politik werden, will Becker.
Gleichzeitig betont er, dass dies nicht in erster Linie eine
Kostenfrage sei: "Es geht um eine bewusste Lebensführung für ein
mobileres, aktiveres und gesünderes Leben und um Lebensfreude im
Alter." Nur mit "aktivem Altern" sei es möglich, die Chancen des
demographischen Wandels zu nutzen. Zu den heute diskutierten
Maßnahmen gehören unter anderem medizinische Gesundheitsvorsorge,
verstärkte Förderung von gezielter Bewegung, gesunder Ernährung und
geistiger Mobilität von jungen Jahren an, lebensbegleitendes
Lernen, Weiterbildung im Alter, Freiwilligentätigkeit und soziales
Engagement.

Der Nutzen des vorgestellten Konzepts steht laut Becker außer
Frage: "Ein Gewinn an Lebensqualität durch gesundheitliches
Wohlbefinden, geistige Leistungsfähigkeit und soziale Zufriedenheit
entlastet die nationalen Gesundheitssysteme und unterstützt die
Pensionssysteme." Der Europaabgeordnete weist auch auf neue
wissenschaftliche Erkenntnisse hin, dass gezielte
Bewegungseinheiten, auch wenn damit erst nach dem sechzigsten
Lebensjahr begonnen wird, trotzdem die Gesundheit wesentlich
verbessern und nachweislich Kosten für Arztbesuche und Medikament
reduzieren. "Der Gewinn an Lebensqualität geht mit Einsparung im
Gesundheitssystem einher. Davon profitieren alle", so Becker
abschließend.

Rückfragen:
Heinz K. Becker MEP, Tel.: +32-2-284-5288
([email protected])
Daniel Köster M.A., EVP-Pressedienst, Tel.: +32-487-384784
([email protected])

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