- 04.06.2012, 13:02:16
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Amon: Die Qualität geht vor - nehmen Anliegen der Schulpartner ernst
ÖVP-Bildungssprecher zur Verschiebung des Starts der Zentralmatura
Wien (OTS/ÖVP-PK) - Die Qualität geht vor. Wir nehmen die Meinung
der Schulpartner ernst. Der Weg ist richtig, aber es gibt in ein paar
Themenfeldern noch Probleme. Das sagte heute, Montag,
ÖVP-Bildungssprecher Abg. Werner Amon MBA anlässlich der Verschiebung
der Zentralmatura-Starts bei einer Pressekonferenz mit
Unterrichtsministerin Dr. Claudia Schmied und SPÖ-Bildungssprecher
Elmar Mayer sowie Vertretern der Schulpartnerschaft. Die
Zentralmatura soll eine bessere Vergleichbarkeit der Abschlüsse geben
und ein gemeinsames Niveau ermöglichen.
Im Lichte aller Erfahrungen sei es jetzt richtig, vom Zeitplan
abzuweichen. Das Projekt Reifeprüfung sei 2009 im Gesetz beschlossen
worden. Zu Beginn dieses Jahres habe man dann eine Standortbestimmung
durchgeführt, wobei es unterschiedliche Eindrücke an den
Schulstandorten gegeben habe. Deswegen wurde den Schulpartnern der
Vorschlag unterbreitet, das Inkrafttreten der zentralen Reifeprüfung
um ein Jahr zu verschieben, konkret bei den AHS auf das Schuljahr
2014/15 und bei den BHS auf das Schuljahr 2015/16. Allerdings können
jene Standorte, die bereits jetzt in das neue System optieren wollen,
dies mittels einer Zwei-Drittel-Mehrheit in jeder Kurie des
Schulgemeinschaftsausschuss tun.
"Man kann nicht von mehr direkter Demokratie sprechen und die
Anliegen der Schulpartner nicht ernst nehmen", so Amon weiter. Mit
dem neuen Vorschlag werde vor allem den Bedenken der Schulpartner und
dem Subsidiaritätsprinzip Rechnung getragen. Es werde am
Schulstandort selbst die Entscheidung getroffen, sagte Amon und
zeigte sich hinsichtlich einer zeitgerechten Umsetzung im Parlament
optimistisch.
"Das Entscheidende ist, das gemeinsame Ziel nicht aus den Augen
verliert, und dieses sollte man nicht durch eine Terminfrage
gefährden", unterstrich Amon. Im Bildungsbereich Maßnahmen umzusetzen
brauche eben seine Zeit.
"Entgegen manchen Unkenrufen haben wir eine Reformpartnerschaft. Es
gibt keine Blockadepolitik mehr", so Amon zur Arbeit mit dem
Koalitionspartner. "Wir haben versucht, die ideologischen Barrieren
auszuräumen und auf einer exzellenten Vertrauensbasis Lösungen
gefunden."
"Wir haben im Bildungsbereich bereits wesentliche Meilensteine zur
Umsetzung gebracht", verwies der ÖVP-Politiker auf die
Oberstufenreform mit dem modularen System, den massiven Ausbau der
Nachmittagsbetreuung und die Sprachförderung beziehungsweise "die
größte Bildungsreform seit Jahrzehnten" - die Weiterentwicklung der
Hauptschulen zu Neuen Mittelschulen. Damit werde die Durchlässigkeit
erhöht und der Weg zu modernen Förder- und Fordersystem beschritten.
(Schluss)
Rückfragehinweis:
Pressestelle des ÖVP-Parlamentsklubs
Tel.: 01/40110/4436
http://www.oevpklub.at
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