- 04.06.2012, 12:03:43
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Neue Jahresnetzkarte für Schüler und Lehrlinge in der Ostregion
LH Pröll: "Lösung über Länder- und Parteigrenzen hinweg"
St. Pölten (OTS/NLK) - Im Zuge des traditionellen
"Dreiländertreffens" der Landeshauptmänner aus Niederösterreich, Wien
und Burgenland präsentierten heute Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll,
Landeshauptmann Dr. Michael Häupl und Landeshauptmann Franz Niessl
gemeinsam mit Bundesminister Dr. Reinhold Mitterlehner eine völlige
Neuregelung der Jahresnetzkarte für Schüler und Lehrlinge im
Verkehrsverbund Ost-Region. Demnach wird es im Zuge eines
"Top-Jugend-Tickets" die Möglichkeit geben, um 60 Euro pro Jahr im
gesamten Verkehrsverbund Ost-Region das ganze Jahr über (d. h. auch
an den Wochenenden und in den Ferien) auf allen Strecken kostenlos zu
fahren. Zusätzlich dazu wird es weiterhin die bisherige Möglichkeit
geben, mit einem Selbstbehalt von 19,60 Euro für ein Schuljahr an
Wochentagen die Fahrt zwischen Wohnung und Schule oder
Ausbildungsstelle zu bestreiten.
Prognosen sagten für die Ostregion einen Bevölkerungszuwachs von
rund 400.000 Einwohnern bis zum Jahr 2030 voraus, erläuterte zunächst
Landeshauptmann Pröll. Das bringe auch entsprechende
Herausforderungen etwa im Bereich der Mobilität, so Pröll: "Rund
126.000 Pendlerinnen und Pendler fahren täglich aus dem Wiener Umland
nach Wien, rund 50.000 sind von Wien heraus in das Wiener Umland
unterwegs." Im Bereich der Schülerfreifahrt seien in den drei Ländern
Niederösterreich, Wien und Burgenland rund 500.000 Schüler und
Lehrlinge betroffen, rund 280.000 nehmen die derzeitige Regelung in
Anspruch, gab er an. Die zwei neuen Modelle seien "eine komplette
Neuregelung", betonte der niederösterreichische Landeshauptmann: "Wir
sehen darin ein wichtiges Signal für den öffentlichen Verkehr, und
wir bieten damit eine Lösung an, die eine uneingeschränkte Mobilität
für Jugendliche zu erschwinglichen Preisen ermöglicht." Die
Neuregelung erweitere auch den Bezieherkreis und trage wesentlich zur
Verkehrssicherheit bei, so Pröll. Der Landeshauptmann sieht in der
Neuregelung darüber hinaus auch "ein politisches Signal", denn "die
gemeinsame Lösung über Länder- und Parteigrenzen hinweg ist auch ein
wesentliches Signal für den föderalen Gedanken".
Für Bundesminister Dr. Reinhold Mitterlehner entspricht die
Neuregelung auch den "neuen Lebensrealitäten", etwa für Kinder, die
in Patchwork-Familien leben und einmal zum Vater, einmal zur Mutter
fahren. Das neue Angebot, das er als "komplett neue Philosophie"
bezeichnete, gilt ab dem nächsten Schuljahr, informierte der
Minister. Die Neuregelung bringe auch eine deutliche
Verwaltungsvereinfachung, so dass für den FLAF
(Familienlastenausgleichsfonds) keine zusätzlichen Kosten entstehen
würden, so Mitterlehner.
Bürgermeister Dr. Michael Häupl sprach von einer "sehr guten und
richtigen Maßnahme" und einer "Win-Win-Situation" für alle
Beteiligten. "Es geht uns auch darum, möglichst viele Menschen davon
zu überzeugen, dass es sinnvoll ist, öffentliche Verkehrsmittel zu
benutzen. Und wir tragen damit zu mehr Sicherheit, mehr Gerechtigkeit
und administrativer Vereinfachung bei", so Häupl, der sich auch für
die "kontinuierliche Zusammenarbeit" der drei Bundesländer bedankte.
Auch für Landeshauptmann Niessl hat die Kooperation der drei
Länder "eine gute Tradition". In der Neuregelung der Schülerfreifahrt
sieht Niessl "einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz und einen
wichtigen Beitrag dazu, die jungen Menschen zu motivieren, den
öffentlichen Verkehr zu benutzen." Dazu führe das neue Angebot zu
großen Ersparnissen für die Betroffenen, so Niessl.
Rückfragehinweis:
Niederösterreichische Landesregierung
Stabstelle Öffentlichkeitsarbeit und Pressedienst
Tel.: 02742/9005-12172
www.noe.gv.at/nlk
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