- 02.06.2012, 08:00:39
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"profil": Philosoph Lévy findet "kollektive Hysterie" gegen Strauss-Kahn nicht gerechtfertigt
Französischer Philosoph Bernard-Henri Lévy hält Einreiseverbot nach Israel für Günter Grass für "absurd"
Wien (OTS) - In einem Interview in der Montag erscheinenden
Ausgabe des Nachrichtenmagazins "profil" greift der Star-Philosoph
Bernard-Henri Lévy die "Justiz der Unterhaltungsgesellschaft" an, die
eine "Menschenjagd" gegen Dominique Strauss-Kahn betreibe. Lévy
beurteilt das Delikt der Mittäterschaft bei der Zuhälterei, das
Strauss-Kahn unter anderem vorgeworfen wird, mit den Worten: "Das
halte ich nun allerdings nicht für ein Verbrechen gegen die
Menschlichkeit. Tut mir leid, wenn ich das sage, aber das
rechtfertigt nicht diese kollektive Hysterie." Zu den
Vergewaltigungsvorwürfen gegen Strauss-Kahn sagt Lévy, er wäre
"schockiert, wenn sich diese als wahr herausstellen würden".
Lévy äußert sich im "profil"-Interview auch zur Affäre um den
deutschen Schriftsteller Günter Grass, den er wegen dessen
Israel-Gedicht "Was gesagt werden muss" heftig kritisiert hatte. Dass
Grass deshalb vom Staat Israel mit einem Einreiseverbot belegt worden
ist, findet Lévy allerdings "absurd", und der Philosoph fügt hinzu:
"Jemanden zu verbannen, ist immer eine schlechte Lösung, außer es
handelt sich um einen Terroristen, was Grass nicht ist."
Rückfragehinweis:
"profil"-Redaktion, Tel.: (01) 534 70 DW 3501 und 3502
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