- 31.05.2012, 11:57:35
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SP-Deutsch: Blaue Geschäftemacherei - auf Kosten einer alten Dame
Causa Graf wird zu einem handfesten Wiener FPÖ-Skandal
Wien (OTS/SPW) - "Was beim BUWOG-Verkauf und beim Telekom-Skandal
im Großen passiert ist, zeigt sich in der Causa Graf im Kleinen. Hier
wurde offenbar das Vermögen einer alten Dame benutzt, damit ein
blaues Netzwerk Geschäfte unter sich macht. Und was macht Strache? Er
hält Graf die Stange, obwohl es schon - noch hinter vorgehaltener
Hand - innerparteiliche Rücktrittsaufforderungen gibt. Aber der
Obmann scheut die Auseinandersetzung mit dem mächtigen
Burschenschaftler-Flügel in der FPÖ", betonte der Wiener
SPÖ-Landesparteisekretär, LAbg. Christian Deutsch am Donnerstag.
"Schon in der Vergangenheit hat die angebliche 'soziale Heimatpartei'
FPÖ die Menschen belogen und das 'Familiensilber' der Republik
verscherbelt, während manche auch in die eigene Tasche gewirtschaftet
haben. Eines ist klar: Von der Causa Graf kann sich Strache nicht
nachträglich distanzieren!", hielt Deutsch weiter fest.****
Der Vorstand der "Getrud Meschar-Privatstiftung" sei ein eng
verwobenes rechtslastiges Netzwerk, so Deutsch weiter: "Nicht nur
dass Martin Graf und Alfred Wansch Mitglieder der schlagenden
Burschenschaft Olympia sind, so befindet sich mit dem
FPÖ-Parteianwalt Michael Witt auch ein ehemaliges Mitglied der
verbotenen Aktion Neue Rechte(ANR) im Stiftungsvorstand. Die ANR war
Anfang der 1980er Jahre ein Sammelbecken von Rechtsradikalen. Witt
stand gemeinsam mit Gottfried Küssel 1983 vor Gericht."
Bezeichnend sei, dass genau in jenem Hausteil in der Billrothstraße
19, der von der Stiftung erworben wurde, die "1848 Medienvielfalt
Verlags GmbH" residiert, Medieninhaber und Herausgeber des
online-Mediums "unzensuriert.at". Diese Webseite, die von engen
Graf-Mitarbeitern betrieben wird, fällt regelmäßig durch hetzerische
Artikel und Postings auf. So stand erst kürzlich für mehrere Tage
eine Solidaritätserklärung für Gottfried Küssel auf unzensuriert.at
online. "In besagtem Haus findet man zudem eine von Grafs Bruder
geführte Gastwirtschaft, in der Gudenus, wie im ORF-'Report' zu
sehen, vor FPÖ-Prominenz Freibier ausgeschenkt hat", so Deutsch.
Die Causa Graf sei überhaupt ein handfester Wiener FPÖ-Skandal,
unterstrich der Landesparteisekretär abschließend: "Mit Wansch ist
ein Wiener FPÖ-Mandatar im Vorstand vertreten, als Notar fungierte
der stellvertretende FPÖ-Landesobmann Harald Stefan. Wenn Graf, wie
berichtet, mit den von ihm verwalteten Geldern aufklärungsbedürftige
Geschäfte gemacht hat, dann ist somit auch Obmann Gudenus gefordert:
Kann er ausschließen, dass es im FPÖ-Umfeld andere Stiftungen gibt,
bei denen das Vermögen von Stiftern anders als ursprünglich
vereinbart eingesetzt wird?" (Schluss) tr
Rückfragehinweis:
Pressedienst der SPÖ Wien
Tel.: +43 1 534 27/222
mailto:[email protected]
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