• 30.05.2012, 16:06:13
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Schultes: Honigbiene wichtig für die Landwirtschaft

ÖVP-Umweltsprecher verlangt intensivere Forschungstätigkeit zu hohen Bienen-Winterverlusten, damit endlich wirksame Maßnahmen gesetzt werden können

Wien (OTS/ÖVP-PK) - Als Ergebnis der Diskussionen um
Winterverluste bei den Bienenvölkern wurden vordergründig
Pflanzenschutzmaßnahmen im Futtermais verantwortlich gemacht. Nachdem
in den letzten Jahren seitens der Landwirtschaft alle
Expertenvorschläge zur Sicherung einer unproblematischen
Pflanzenschutz-Anwendung wirksam umgesetzt wurden, kann Mais heute
nicht mehr verantwortlich gemacht werden. Leider sind gerade in
diesem Winter europaweit besonders hohe Winterverluste aufgetreten.
Die Landwirtschaft braucht die Bienen und verlangt wirksame Maßnahmen
seitens der Imker, so ÖVP-Umweltsprecher Abg. Hermann Schultes heute,
Mittwoch.

Immer mehr Imker fordern Antworten auf die dramatische Zunahme der
Bienenverluste und keine Scheingefechte aus politisch vordergründigen
Motiven. Deutlich zeigt sich auch, dass diese Bienenverluste in allen
Ländern Europas auftreten und offensichtlich nicht mit der regional
unterschiedlichen Verwendung bestimmter Pflanzenschutzmittel erklärt
werden können.

"Jedem vernünftig wirtschaftenden Bauer sind Bienen ein Anliegen,
zumal ja auch viele Landwirte selbst Imker sind. Viel wichtiger ist,
die tatsächlichen Ursachen und Hintergründe der Bienenvölkerverluste
zu erforschen" so Schultes weiter. "Weil uns Biene, Honig und
Biodiversität so wichtig sind, wurden in allen Bundesländern,
besonders in Niederösterreich, die nötigen Maßnahmen gesetzt. Es ist
sichergestellt, dass der Futtermais gefahrlos für die Bienen ist,
aber wirksam gegen den gefährlichen Maiswurzelbohrer geschützt wird."

Studien und Berichte von Imkern selbst zeigen, dass für die
Bienenverluste andere Gründe wesentlicher sind. Immer mehr Imker
fordern, die Aufmerksamkeit auf die Ursachenforschung zu legen. Der
Grund für das massive Bienensterben im letzten Winter ist laut
Zentrum für Bienenforschung (ZBF) der Forschungsanstalt Agroscope
Liebefeld-Posieux eine Kombination aus Parasitenbefall und
Wetterbedingungen der letzten Saison. Schultes: "Die Parasiten
schaden der Biene in mehrfacher Hinsicht. Sie beißen sich an ihr fest
und saugen ihr Blut. Damit schwächen sie das Immunsystem der Biene
und übertragen oft auch andere Krankheitserreger wie etwa Viren."

Die EU stellt ein freiwilliges europaweites Monitoring-Programm zu
Völkerverlusten und deren umfassender Ursachenforschung zur
Verfügung. Das Gesundheitsministerium unter BM Stöger war zur
Teilnahme eingeladen, hat aber auf eine Teilnahme verzichtet, obwohl
70 Prozent der Kosten von der EU-Kommission bezahlt werden. Insgesamt
wurden von der Kommission 3,3 Millionen Euro für den Zeitraum 1.
April 2012 bis 30. Juni 2013 zur Verfügung gestellt. "Rund um die
Biene eine Kampagne gegen die Landwirtschaft zu starten, nutzt
vielleicht Global 2000, nicht aber den Imkern und schon gar nicht der
Biene. Ich verlange daher ernsthafte Forschungsbemühungen und eine
Kooperation mit kompetenten Wissenszentren der Imkerei wie zum
Beispiel der Universität Klausenburg in Rumänien oder in der Schweiz,
um auch die gute internationale Kooperation zu verstärken" schloss
Schultes.
(Schluss)

Rückfragehinweis:
Pressestelle des ÖVP-Parlamentsklubs
Tel.: 01/40110/4436
http://www.oevpklub.at

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