- 27.05.2012, 14:00:21
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Roland Düringer im Ö3-"Frühstück bei mir": "Vielleicht kann ich schon bald darauf verzichten, auf einer Bühne zu stehen."
Wien (OTS) - Zwei Tage vor Erscheinen seines Buches "Das Ende Der
Wut" - verfasst mit den Philosophen Eugen Maria Schulak und Rahim
Taghizadegan - gab Roland Düringer heute im Ö3-"Frühstück bei mir"
exklusiv Einblicke in den Inhalt, seine Erkenntnisse und Gedanken:
"Es geht darum, die Unzufriedenheit und Ohnmacht der Wutbürger in die
richtigen Bahnen zu lenken. Wichtig ist, dass wir die Veränderung
nicht nur im Äußeren suchen, sondern im Inneren. Die Fragen lauten:
Wie kann ich mich verändern? Wie kann ich gewissen Dinge sein lassen,
um unabhängiger vom System zu sein?"
Der Kabarettist, der bereits mit seiner Wutbürger-Rede in "Dorfers
Donnerstalk" für Aufsehen gesorgt hat, bezeichnet sich selbst als
Rebell: "Ein Reformer versucht die anderen zu verändern, der Rebell
verändert sich selber. Wir brauchen viele Rebellen!" Der Ausdruck von
Düringers Rebellion ist speziell: Er ist von seinem geräumigen Haus
in Niederösterreich ausgezogen und lebt jetzt einige Meter weiter -
in einem 30m2 großen Holzwohnwagen in seinem Garten. "Meine Rebellion
ist mein Holzwohnwagen, wo ich sage: Leckts mich alle am Arsch mit
euren Erdölpreisen, mit den Strompreisen - ich brauche das alles
nicht, ich scheiße in ein Plastiksackerl und hau das auf den Kompost,
ich habe eine Trockentoilette, Solarzellen und einen Wassertank am
Dach und heize mit Holz aus meinem Garten - ich bin autark, das ist
meine Art der Rebellion. Dass ich mich selber verändere und erkannt
habe, was Kapital ist: Das liegt nicht auf einer Bank. Das ist, wie
gesund und fit ich bin, was für Leistungen ich bringen kann, mein
Talent. Meine Rebellion ist eine gewisse Form der Unabhängigkeit."
Ein weiteres Prinzip Düringers: immer gegen die Mehrheit zu
entscheiden - "Ich probiere alles zu hinterfragen, anders zu denken
als alle anderen - wenn alle anderen irgendetwas machen, das ist
schon falsch."
Die Kritik, die Düringer schon während der Ö3-Sendung erfahren hat
- "Man muss sich den Luxus leisten können, so zu leben", "Er
kritisiert die Massen, hat sie aber benutzt um durch seine Programme
wohlhabend zu werden, er kritisiert Medien, nutzt sie aber, um sein
Buch zu promoten" oder "Was ist der Fortschritt von einem Haus in
einen Wohnwagen zu ziehen?", so viele Ö3-Hörerinnen und Hörer - kennt
der Kabarettist: "Natürlich, jetzt sagen alle, ich kann leicht reden:
Ich sitz in meinem Holzhäusl und habe daneben die depperte
Scheißhütte stehen, die ich nicht brauch. Aber ich hab halt auch erst
draufkommen müssen, was wichtig ist für mich. Man kann sich doch
entwickeln, oder?"
Düringers Ziel: "Noch mehr reduzieren, noch mehr verzichten." Und
er sagt im Gespräch mit Claudia Stöckl auf Ö3 sogar: "Vielleicht kann
ich auch einmal ganz darauf verzichten auf einer Bühne zu
stehen."(hb)
Rückfragehinweis:
Hitradio Ö3 Öffentlichkeitsarbeit
Barbara Hufnagl
Tel.: 01/36069/19120
mailto:[email protected]
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