- 25.05.2012, 12:50:54
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Brunner: Internationale Energieagentur warnt vor Klimakatastrophe aufgrund von CO2-Rekordemissionen
Grüne fordern weltweite Klimaschutzallianz und heimische Trendwende
Wien (OTS) - Hiobsbotschaft von der internationalen Energieagentur
(IEA): die weltweiten CO2-Emissionen durch fossile Brennstoffe haben
2011 ein Rekordhoch von 31.6 Gigatonnen erreicht. Damit sind die
klimaschädlichen Emissionen im Vergleich zum Vorjahr weltweit um 3,2
Prozent gestiegen. "Diese Zahlen sind ein deutlicher Schuss vor den
Bug: Wir verspielen die Chance, dass so wichtige Zwei-Grad-Ziel zu
erreichen. Die Konsequenzen daraus wären dramatisch", alarmiert die
Umweltsprecherin der Grünen, Christiane Brunner. "Wir brauchen
endlich eine weltweite Allianz für den Klimaschutz. Hier erwarte ich
mir auch vom österreichischen Umweltminister endlich Aktivitäten."
Beim heurigen Weltgipfel in Rio wird es eine einmalige Gelegenheit
geben, die vor 20 Jahren ausgehandelte Klimakonvention endlich
umzusetzen. Die Verhandlungssituation wird aber dadurch erschwert,
dass viele Industrieländer ihre Klima-Versprechen vom ersten
Rio-Gipfel 1992 gebrochen haben. Österreich hatte versprochen, seine
Emissionen gegenüber 1992 deutlich zu senken. "Passiert ist aber das
Gegenteil. Anstatt um 13 Prozent zu reduzieren, haben wir acht
Prozent mehr Emissionen. Um trotzdem nicht vertragsbrüchig zu werden,
kauft sich Umweltminister Berlakovich mit Steuergeldern frei",
kritisiert Brunner. Hauptverantwortlich für den weltweiten Anstieg
waren zwar China und Indien, allerdings liegen deren pro Kopf
Emissionen immer noch weit unter denen von Österreich. "Im
Durchschnitt verursacht ein Österreicher sechsmal so viel CO2-Ausstoß
wie ein Inder", erläutert Brunner.
"Um glaubwürdig Klimaschutzmaßnahmen von anderen Staaten einfordern
zu können, muss Minister Berlakovich aus seinem
klimaschutzpolitischen Dornröschenschlaf erwachen und die so dringend
notwendige Trendwende in Österreich einleiten. Dafür brauchen wir
einen verbindlichen CO2 Reduktionspfad und konkrete
Klimaschutzmaßnahmen, die sich im sogenannten Klimaschutzgesetz
leider nicht finden lassen", sagt Brunner.
Rückfragehinweis:
Die Grünen
Tel.: +43-1 40110-6697
mailto:[email protected]
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