- 25.05.2012, 12:42:52
- /
- OTS0157 OTW0157
AK zu neuen EU-Überweisungen: Banken-Zeitplan setzt KundInnen unnötig unter Druck
20stellige IBAN soll Kontonummer und Bankleitzahl ersetzen: Banken müssen besser informieren
Wien (OTS) - "Gerade wenn es um Geldüberweisungen geht, sind die
KonsumentInnen besonders empfindlich. Deshalb dürfen die neuen
europäischen Regeln für Banküberweisungen und Lastschriften nicht
überhastet eingeführt werden", sagt die Leiterin der AK Abteilung
Konsumentenschutz, Gabriele Zgubic. Eine neue EU-Verordnung legt
fest, dass Überweisungen und Lastschriften in Europa bis Februar
2014 einheitlich abgewickelt werden sollen. Die allen BankkundInnen
vertrauten Kontonummern und Bankleitzahlen werden durch die in
Österreich 20-stellige IBAN- Zahl ersetzt. "Das ist eine enorme
Umstellung, für viele KundInnen", so Zgubic. "Und die
österreichischen Banken sind derzeit dabei, die KonsumentInnen noch
zusätzlich unter unnötigen Zeitdruck zu setzen: Die EU-Verordnung
gibt für die Umstellung Zeit bis zum Februar 2014. Die
österreichischen Banken aber wollen die herkömmlichen und den
KundInnen vertrauten Zahlscheine, nur bis 31.Dezember 2012 annehmen,
dann müssen die neuen Zahlungsanweisungen verwendet werden. "Ein
völlig unnötiger Zeitdruck für die KundInnen", so Zgubic. Dazu kommt,
dass die Banken bisher keine nennenswerten Anstrengungen unternehmen,
um Ihre KundInnen von der geplanten, überfallsartigen Umstellung zu
informieren.
Die neuen europaweiten Regeln für Zahlungen und Geldtransfers
übers Bankkonto, kurz SEPA (Single Euro Payment Area) sollen in ganz
Europa den Zahlungsverkehr angleichen. "Aber in anderen Ländern
lassen die Banken Ihren KundInnen für die Umstellung genug Zeit", so
Zgubic. In Deutschland beispielsweise hat man es mit der Einführung
nicht so eilig: Dort können die Banken bis zum 1.Februar 2016 von
Verbraucherinnen und Verbrauchern weiterhin die bekannten
althergebrachten Kontoidentifikationen (Kontonummer und Bankleitzahl)
entgegennehmen. "Das ist bei einer so sensiblen Um-stellung der
einzig richtige Weg", sagt Zgubic. "Die österreichischen Banken
sollten diesem kundenfreundlichen Modell folgen statt die
KonsumentInnen mit einer übereilten Abschaffung des bewährten und
vertrauten Zahlscheines zu überrumpeln."
Dazu kommt, dass die Banken bis jetzt ihre KundInnen auf diese
doch gravierende Umstellung nicht vorbereiten und gut informieren.
"Wir haben uns die Internet-Auftritte von fünf Großbanken angesehen:
Informationen über die neuen Zahlscheine gibt es entweder gar nicht
oder nur sehr versteckt", so Zgubic. Eine kundenorientierte
Umstellung sieht anders aus: Mit auffallender, verständlicher
Information auf Internetseiten, auf Foldern und in
Beratungsgesprächen in den Filialen. "Gute Vorbereitung braucht
Zeit. Ich fordere die Banken auf, sich und den KundInnen einfach mehr
Zeit zu lassen", so Zgubic.
Rückfragehinweis:
AK Wien Kommunikation
Ute Bösinger
Tel.: (+43-1) 501 65-2779
mailto:[email protected]
wien.arbeiterkammer.at
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | AKW






