• 25.05.2012, 12:08:11
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"Orientierung": Der Dalai Lama im Gespräch mit Wissenschaftern

Außerdem am 27. Mai: Bischofsernennungen im Wandel der Zeit

Wien (OTS) - Christoph Riedl präsentiert im ORF-Religionsmagazin
"Orientierung" am Sonntag, dem 27. Mai 2012, um 12.30 Uhr in ORF 2
folgende Beiträge:

Modelle der Wirklichkeit: Der Dalai Lama im Gespräch mit
Wissenschaftern

"Geist und Materie - neue Modelle der Wirklichkeit", das ist der
Titel eines Symposions, das am 26. Mai im Audimax der Universität
Wien stattfinden wird. Der "Stargast" der mehrstündigen
Veranstaltung: der Dalai Lama, der im Kreis von hochdekorierten
Wissenschaftern und Wissenschafterinnen den vorletzten Tag seines
Österreichbesuchs verbringen wird. Erkenntnisse aus Physik und
Neurowissenschaft werden dabei philosophischen Grundlagen des
Buddhismus gegenübergestellt. Die Runde der Diskussionsteilnehmer:
der Quantenphysiker Anton Zeilinger, die Psychologin Patrizia
Giampieri-Deutsch, der Tibetologe Klaus-Dieter Mathes (alle an der
Universität Wien tätig), sowie der Neurowissenschafter Wolf Singer
aus Frankfurt und der Religionswissenschafter Michael von Brück aus
München. Die Diskussionsleitung hat der Wissenschaftsjournalist und
3sat-Redakteur Gert Scobel übernommen.

"Nachfolge gut regeln" - Bald Abschied für Salzburgs Erzbischof
Kothgasser?

Am kommenden Dienstag wird der Salzburger Erzbischof Alois Kothgasser
75 - und erreicht damit das "bischöfliche Pensionsalter". Sein
altersbedingtes Rücktrittsgesuch hat er pflichtgemäß bereits im April
eingereicht. Gedanken über seinen Nachfolger macht er sich allerdings
schon seit längerer Zeit. Er habe alles getan, damit diese "Nachfolge
gut geregelt werden kann", sagt er im "Orientierung"-Interview.
Kriterien für einen Bischofsnachfolger wurden erhoben, viele
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wurden befragt und eine Liste von
geeigneten Kandidaten wurde angelegt. Die soll nun zu Pfingsten nach
Rom geschickt werden. Kothgasser äußert sich im aktuellen
"Orientierung"-Interview aber auch zur Pfarrer-Initiative von Helmut
Schüller: Er, Kothgasser, verstehe die Anliegen und Sorgen dieser
Priester. Mit fast allen Salzburger Pfarrern, die der Initiative
angehören, habe er bereits Gespräche geführt. Im gemeinsamen Bemühen
sei eine Richtschnur wichtig, an der man sich ausrichten müsse: am
Gebot Jesu zur gegenseitigen Liebe, die in der Kirche wieder mehr in
den Vordergrund rücken müsse.

"Wählt die Bischöfe!" - Bischofsernennungen im Wandel der Zeit

Das Procedere einer Bischofsernennung ist in der römisch-katholischen
Kirche heutzutage klar geregelt: Wer Bischof wird, das entscheidet
der Papst. Zwar gibt es Ausnahmen von dieser Regelung wie etwa das
Wahlrecht des Salzburger Domkapitels, das aus einem päpstlichen
Dreiervorschlag einen neuen Erzbischof auswählen darf - dennoch ist
der Entscheidungsprozess rund um Bischofsernennungen großteils fest
in vatikanischer Hand. Doch das war nicht immer so: Im Laufe der
Kirchengeschichte wandelte sich das Wahlrecht der Gläubigen in ein
Wahlrecht für den Klerus, das Domkapitel und später jenes des
Kaisers. Die "Orientierung" beleuchtet mit dem Kirchenhistoriker
Gerhard Hartmann und dem Vatikankenner und Journalisten Heiner
Boberski die geschichtliche Entwicklung der Bischofswahl.

"Music between friends" - Interreligiöser Dialog im Stift Altenburg

Es war ein interreligiöser Dialog der etwas anderen Art, der dieser
Tage im niederösterreichischen Stift Altenburg über die Bühne ging -
ein musikalischer Dialog mit prominenter Besetzung: Abtprimas Notker
Wolf (Querflöte), Oberrabbiner Paul Chaim Eisenberg (Gesang), der
evangelische Bischof Michael Bünker (Schlagzeug) und die Altenburger
Sängerknaben. Unter dem Motto "Shalom! Music between friends" wurden
altbekannte Gospelsongs wie "Go down, Moses" ebenso dargeboten wie
jiddische Lieder, z. B. "As der Rebbe lacht". Dass der
Publikumsandrang in der Stiftsbibliothek riesig war, freute
schließlich auch den Hauptorganisator des Abends, Markus Himmelbauer
vom "Koordinierungsausschuss für christlich-jüdische Zusammenarbeit.
Der Erlös der Veranstaltung kommt der Erhaltung des jüdischen
Friedhofs in Horn zugute.

Feuerzungen aus Rosenblüten - Pfingsten im Pantheon in Rom

Als "Geburtsstunde der Kirche" wird Pfingsten oft bezeichnet: Am 50.
Tag nach der Auferstehung Christi, so ist es in der biblischen
Apostelgeschichte nachzulesen, soll der Heilige Geist in Form von
Feuerzungen auf die Apostel und Jünger herabgekommen sein. Genau
daran wird am kommenden Pfingstsonntag erinnert. Auch im Pantheon in
Rom. Dieser einst römischen Gottheiten geweihte Tempel dient seit dem
Jahr 609 als christliche Kirche. Dass der Zustrom zu Pfingsten
besonders groß ist, hat mit dem rührigen Pfarrer der Kirche, Don
Antonio Tedesco, zu tun. Er hat eine in Vergessenheit geratene
Tradition neu belebt: Millionen von Rosenblüten lässt er auf die
Gottesdienstbesucher "regnen" - in Erinnerung an das Jahr 609, als
Papst Bonifatius IV. die Pfingstmesse im Pantheon zelebrierte und bei
seiner Predigt, so die Legende, ein Rosenregen "wie Feuerzungen" auf
die Gläubigen niedergegangen sein soll.

Die Sendung ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage auf der
Video-Plattform ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) als Video-on-Demand
abrufbar.

Rückfragehinweis:
ORF-Pressestelle
Karin Wögerer
Tel.: (01) 87878 - DW 12913
http://presse.ORF.at

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