• 25.05.2012, 09:32:17
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KONSUMENT: Chips im Test - Trend zu weniger Acrylamid

Keines der getesteten 19 Produkte überschreitet den EU-Richtwert

Wien (OTS/VKI) - Vor einigen Jahren kamen Chips in Zusammenhang
mit Acrylamid ins Gerede. Acrylamid ist im Tierversuch krebserregend
und erbgutschädigend und entsteht beim Backen, Braten oder Frittieren
von Erdäpfeln bzw. von stärkehaltigen Lebensmitteln. Der Verein für
Konsumenteninformation (VKI) hat 14 Chips-Produkte getestet. Dabei
überschritt keines den von der EU festgelegten Richtwert. Am
wenigsten Acrylamid steckt in den Chips von funny-frisch. Generell
waren die gemessenen Werte - sowohl beim Acrylamid als auch beim
Kochsalzgehalt - tendenziell niedriger als noch beim letzten Test im
Jahr 2008. Viel Salz und auch Fett enthalten sie aber nach wie vor.
Die getestete Sorte Pringles enthielten zudem als einziges Produkt
Transfette. Pringles fiel auch in anderer Hinsicht aus der Rolle:
Hier fanden die Tester große Mengen an 3-MCPD-Ester - Testurteil:
"weniger zufriedenstellend". Die beiden Testsieger stammen von
Lorenz; sechs von 19 Produkten wurden insgesamt mit "gut" bewertet.
Die Details zum Test gibt es auf www.konsument.at und im
Juni-KONSUMENT.

Risikofaktor Öl

Erstmals hat der VKI Chips auch auf 3-MCPD-Ester untersucht. Das
sind Stoffe, die bei der Raffination von Speiseölen und -fetten
entstehen. Über die Wirkungen der 3-MCPD-Ester liegen noch keine
abschließenden wissenschaftlichen Erkenntnisse vor. Vermutlich
entsteht bei der Verdauung 3-MCPD, das in Verdacht steht, die Nieren
zu schädigen und gutartige Tumore zu verursachen. Seit 2001 gibt es
in der EU für 3-MCPD einen Grenzwert für die zulässige tägliche
Aufnahmemenge, die je nach Alter, Geschlecht und Körpergewicht
unterschiedlich hoch ist. Bei den untersuchten Chips fand der VKI
3-MCPD-Ester von 5,9 bis 73,0 Mikrogramm pro 100 Gramm - bei Pringles
lag dieser Wert bei 120 Mikrogramm pro 100 Gramm.

Üppiger Fettgehalt

Keine Neuigkeiten gibt es beim Fettgehalt. Chips sind nach wie vor
eine üppige Angelegenheit. Zwischen 32 und 43 Gramm Fett stecken in
100 Gramm Chips. Bei einer Packung Clever- oder Crox-Chips (250
Gramm) verspeist man 100 Gramm Fett. "Zur Einschätzung: Eine
erwachsene Frau sollte pro Tag nicht mehr als 70 g Fett, ein
erwachsener Mann nicht mehr als 90 g verspeisen", so
VKI-Ernährungswissenschafterin Birgit Beck.

Herkunft - selten aus Österreich

Lediglich bei Crox, Sunsnacks (Kartoffel Chips Salz), Clever, Spar
und Kelly's werden laut Auskunft der Hersteller die Kartoffeln aus
Österreich bezogen und die Chips auch hierzulande produziert. Die
benötigten Fette und Öle stammen aber selbst hier aus anderen Ländern
wie Deutschland und Frankreich.

SERVICE: Details zum Test gibt es auf www.konsument.at sowie im
Juni-KONSUMENT. Fragen zum Thema Ernährung beantwortet der VKI zudem
unter der Hotline 0810 810 227 (Mo-Fr 9-15 Uhr, aus ganz Österreich
Euro 0,0676/min), die in Zusammenarbeit mit dem Fonds Gesundes
Österreich betrieben wird.

Rückfragehinweis:
Verein für Konsumenteninformation/Testmagazin "Konsument"
Mag. Andrea Morawetz, Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: 01/588 77 - 256
mailto:[email protected]
www.konsument.at

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