• 24.05.2012, 12:11:12
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Auer/Köstinger: Ländliche Entwicklung effizientester Hebel für Wachstum und Jobs

IV-Argumentation gefährdet Jobs und Ökologie am Land

Wien (OTS) - "Volles Ausschöpfen der Agrarmittel verbessert
automatisch die Nettozahlerposition Österreichs. Ansonsten würden
Gelder, die wir in den gemeinsamen Topf einzahlen, in Brüssel
liegenbleiben. Auch in Zukunft muss jeder Euro in Brüssel abgeholt
werden, damit er sich in Österreich verdoppelt", erklärte
Bauernbund-Präsident Jakob Auer heute, Donnerstag, in Straßburg bei
einem gemeinsamen Treffen mit dem Franzosen Joseph Daul,
EVP-Fraktionsvorsitzender, und Elisabeth Köstinger, Agrarsprecherin
der ÖVP im EU-Parlament. "Durch die erfolgreiche Agrarpolitik auf
nationaler Ebene konnte Österreich EUR 1,22 Mrd. wieder nach
Österreich zurückholen", ergänzte EU-Abgeordnete Elisabeth Köstinger
zur österreichischen Leistungsbilanz. "Nirgends gibt es einen
größeren Hebel als bei der Ländlichen Entwicklung", meinte Auer.
"Höhere Kofinanzierungssätze lehnen wir hingegen ab", stellte der
Bauernbund-Präsident in Straßburg zur österreichischen
Nettozahlerposition klar.

"Insbesondere die Zahlungen der Ländlichen Entwicklung stellen die
effizienteste Form dar, Gelder aus dem EU-Topf wieder nach Wien zu
bringen. WIFO-Studien bestätigen, dass diese Programme einerseits
100.000 Arbeitsplätze sichern, eine Wertschöpfung von EUR 1,4 Mrd.
auslösen und damit generell den ländlichen Raum weiterentwickeln.
andererseits die ökologische Landwirtschaft vorantreiben und rund 2
Mio. Tonnen CO2 einsparen", erklärte Auer weiter. "Die Finanzmittel
der GAP sichern die bäuerlichen Betriebe ab, schaffen und erhalten
Arbeitsplätze und wahren die Vielfalt der ländlichen Gebiete. Das
sind unverzichtbare Leistungen im allgemeinen Interesse", ergänzte
Köstinger.

Ländliche Entwicklung unverzichtbar und wachstumsförderlich

"Alle Gelder gehen 1:1 wieder in die Wirtschaft, etwa in die
Landmaschinenbranche, lösen Investitionen aus und stärken die
Kaufkraft in den Peripherien. Anders, als IV-Präsident Veit Sorger
kürzlich gegenüber Medienvertretern in den Raum gestellt hat, ist es
unverantwortlich, durch Mittelkürzungen gerade diese wertvollen
Arbeitsplätze in Gefahr zu bringen", hielt der Bauernbund-Präsident
bei Arbeitsgesprächen mit den EU-Abgeordneten des Agrarklubs,
Elisabeth Köstinger, Herbert Dorfmann, Peter Jahr und Albert Deß in
Straßburg fest.

"Wir haben mit unseren guten Kontakten zu diesen Parlamentariern
und zu Joseph Daul eine Garantie, dass durch diese
österreichisch-französische Achse die Interessen der Bäuerinnen und
Bauern in der zukünftigen EU-Agrarpolitik Vorrang haben. Die Zukunft
der Landwirtschaft hängt an der Mittelausstattung und muss auch
weiterhin von der Agrarpolitik gestaltet, nicht von anderen
Politikinteressen bestimmt werden", wissen Auer und Köstinger um die
Wichtigkeit, Allianzen zu schmieden und bestehende Kontakte auf
europäischer Ebene zu vertiefen. Auf nationaler Ebene sei der
Schulterschluss mit Vizekanzler Michael Spindelegger und
Landwirtschaftsminister Niki Berlakovich bereits gelungen.
(Schluss)

Rückfragehinweis:
Bauernbund Österreich
Mag. Andrea Salzburger
Tel.: +43 1 505 81 73 - 28, Mobil: +43 699 1810 1805
mailto:[email protected]
www.bauernbund.at

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