• 23.05.2012, 17:18:05
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  • OTS0232 OTW0232

Grenzüberschreitender Schwerverkehr am Zollamt Au

LSth. Rüdisser: Erste Maßnahmen umgesetzt

Lustenau (OTS/VLK) - Die Arbeitsgruppe, welche mit der Erarbeitung
von kurz- und mittelfristigen Maßnahmen zur Lösung der
Verkehrssituation im Bereich Grenzübergang Lustenau-Au beauftragt
ist, kann eine erste Bilanz zu den Ergebnissen vorlegen. Durch eine
beschleunigte Abfertigung der Lkw und Lenkungsmaßnahmen am Morgen und
am Nachmittag konnte eine gewisse Entlastung an den Zulaufstrecken
festgestellt werden, informiert Landesstatthalter Karlheinz Rüdisser,
der gleichzeitig weitere Maßnahmen zur Verkehrsentlastung ankündigte.

Zur Klärung möglicher kurz- bis mittelfristiger Maßnahmen wurde
begleitend zum Projekt "Mobil im Rheintal" eine Arbeitsgruppe
eingesetzt, die kurz- bis mittelfristige Maßnahmen zur
Verkehrsentlastung von Lustenau" prüfen und zur Umsetzung ausarbeiten
sollte. Es wurden u. a. folgende Fragestellungen untersucht:
- Sofortige Einführung eines Stundentakts im Personenverkehr zwischen
St. Margrethen und Bregenz,
- Anhebung der Eisenbahnbrücke (Hochwasserschutz) und Vorziehung der
Unterführung im Bereich Bahnhof Lustenau.
- Einrichtung eines LKW-Shuttles (rollende Landstraße) für den
grenzüberschreitenden LKW-Transit zwischen dem Güterbahnhof Wolfurt
und St. Margrethen sowie einer Shuttle-Lösung für Kiestransporte,
- Möglichkeiten zur Installierung einer Abrufanlage / Dosieranlage.

Die Infrastrukturmaßnahmen und Maßnahmen im öffentlichen Verkehr
wurden mit dem Beginn des Neubaus der Rheinbrücke sowie mit
entsprechenden Verbesserungen zum Fahrplanwechsel 2011 bereits
teilweise umgesetzt. In Zusammenarbeit mit der ÖKOMBI wurde nach
entsprechenden Untersuchungen festgestellt, dass eine rollende
Landstraße weder von / nach Wolfurt noch von / nach einem Standort in
süddeutschland sinnvoll und mit vertretbarem Aufwand umsetzbar ist.
Die Frage der Möglichkeiten zur Installierung einer Abrufanlage /
Dosieranlage wurde unter Einbeziehung externer Auftragnehmer geklärt.
Nachdem sich gezeigt hat, dass im Bereich der Zollabfertigung noch
wesentliche Potenziale an organisatorischen Verbesserungen vorhanden
sind, die zu rascheren und effizienteren Lösungen als eine
Dosieranlage führen, wurde gemeinsam mit dem österreichischen und
schweizerischen Zoll sowie der Exekutive beider Staaten verschiedene
Lösungen erarbeitet und zum Teil bereits umgesetzt.

Aufbauend auf Stauanalysen und Verkehrserhebungen wurde im Juni
2011 ein Pilotversuch zur Verbesserung des Grenzübertrittes der in
Wolfurt vorabgefertigten LKW durchgeführt. Die Vorabfertigung am
Zollamt Wolfurt, wurde im Jahr 2003 als vereinfachtes
Abfertigungsverfahren eingeführt, um den Grenzübertritt in Lustenau -
Au zu beschleunigen. Dazu müssen die LKW-Lenker am Zollamt in Au nur
mehr den in Wolfurt ausgestellten Laufzettel abgeben. In den letzten
Jahren wurde die Laufzettelabgabe durch die allgemeine
Verkehrszunahme und die damit einhergehende Situation am Zollamt in
Au erschwert.

Organisation und Überwachung der Zollamtsvorplätze
Im Rahmen des Pilotversuchs wurden in der Früh Lenkungsmaßnahmen
in Form einer systematischen Organisation und Überwachung der
Zollamtsvorplätze bei der Ausreise aus Österreich und der Einreise in
die Schweiz bzw. am Nachmittag in der Gegenrichtung durchgeführt.
Infolge der beschleunigten Laufzettelabgabe und der regelnden
Eingriffe konnte eine Entlastung an den Zulaufstrecken in Lustenau
erreicht werden. Zur Verringerung der Rückstauerscheinungen auf
Schweizer Seite sind jedoch noch zusätzliche Maßnahmen bei der
Kreuzung vom Zollamt zur L203 vorzunehmen, um die Leistungsfähigkeit
dieser Kreuzung zu verbessern.

Erhöhung der Kapazität bei der Abfertigung

Die organisatorischen und lenkenden Maßnahmen haben gezeigt, dass
die Beschleunigung der Laufzettelabgabe die größten Effekte aufweist
und Stauerscheinungen in Lustenau reduziert. Um die Verkehrssituation
weiter zu verbessern, wurden gemeinsam von Vorarlberg und St. Gallen
zusätzliche Maßnahmen überlegt und geplant, die nunmehr umgesetzt
werden können. So wird von den Schweizer Zollbehörden noch heuer ein
"Hochstand" am bestehenden Abfertigungsgebäude mit einer davor
vorbeiführenden Schnellabfertigungsspur für die aus Wolfurt bereits
vorabgefertigten Lkw errichtet. Die Abfertigungszeit (Abgabe des
Laufzettels einschließlich Plausibilitätskontrolle) wird dadurch von
rund 5 Minuten auf 60 bis 90 Sekunden reduziert. "Damit wird für
diese Güterverkehrsgruppe die Kapazität auf das drei- bis fünffache
der bisherigen Kapazität angehoben, was zur weiteren Staureduktion
beiträgt", betont der Landesstatthalter.

Zudem plant das Land eine Änderung der Geometrie an der
Landestraßenkreuzung L204/L203 im Nahbereich des Grenzüberganges.
Erste Planungsergebnisse liegen vor und werden mit der Gemeinde
Lustenau abgestimmt. Diese Maßnahme wird im Zuge einer
Belagssanierung in diesem Bereich im kommenden Jahr umgesetzt. "Die
Arbeit ist damit noch nicht erledigt", sagt Rüdisser, die
Arbeitsgruppe ist beauftragt, weitere Maßnahmen zu Verringerung der
Schwerverkehrsproblematik an diesem Grenzübergang entwickeln.

Rückfragehinweis:

Landespressestelle Vorarlberg
   Tel.: 05574/511-20141, Fax: 05574/511-920196
   mailto:[email protected]
   http://www.vorarlberg.at/presse
   
   Hotline: 0664/625 56 68, 625 56 67

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