• 23.05.2012, 13:56:28
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  • OTS0184 OTW0184

Amon: Transparenz statt willkürlicher Gewichtung bei Überprüfung der Bildungsstandards

ÖVP-Bildungssprecher: Öffentliche Erklärung des "bifie" ist nicht ausreichend

Wien (OTS/ÖVP-PK) - Es wäre ungeheuerlich, wenn die Vorwürfe
stimmen, und die heute stattfindenden Schultests sozusagen
"manipuliert" worden seien. Das sagte heute, Mittwoch,
ÖVP-Bildungssprecher Abg. Werner Amon MBA zu einem Bericht in einer
Tageszeitung. Hintergrund: Rund 86.000 Schüler der vierten Klasse
AHS-Unterstufe, Neue Mittelschule und Hauptschule stellen sich
erstmals einer österreichweiten Überprüfung der Bildungsstandards. In
90 Minuten reiner Testzeit müssen sie Aufgaben aus dem Bereich
Mathematik lösen.

"Es darf keine Benachteiligung einzelner Regionen oder Schularten
geben. Die Bildungsvergleiche müssen eine auf realen Gegebenheiten
beruhende Vergleichbarkeit herstellen", will der ÖVP-Abgeordnete
Transparenz statt willkürlicher Gewichtung. "Die Bildungsstandards
zählen schließlich auch zu den Kriterien für die Evaluierung der
Neuen Mittelschule", weist Amon darauf hin, dass der Lehrplan der
Neuen Mittelschule in den differenzierten Pflichtgegenständen
(Deutsch, Mathematik, Englisch und allenfalls in einem weiteren
vertiefenden Pflichtgegenstand, z.B. Latein) neben einer
grundlegenden auch eine vertiefende Allgemeinbildung aufweist.

"Die öffentliche Erklärung des bifie ist aus meiner Sicht nicht
ausreichend." Es müsse jedenfalls dem Parlament ein Bericht vorgelegt
werden, der so transparent gestaltet ist, dass nachvollzogen werden
kann, ob die Beurteilungskriterien tatsächlich einen Vergleich der
unterschiedlichen Leistungen zulassen. Die Bildungsstandards wurden
als wichtiges Instrument für Schülerinnen und Schüler, Eltern,
Lehrerinnen und Lehrer sowie die Bildungsforschung eingeführt, um die
Leistungen, die an den unterschiedlichen Schulstandorten erbracht
werden, vergleichbar zu machen. Eine ideologisch motivierte
Manipulation der Ergebnisse durch willkürliche Umgewichtungen der
verschiedenen Schularten ohne Transparenz und Offenlegung wäre nicht
nur unfair gegenüber den Schülerinnen und Schülern, die an den
Standard-Überprüfungen teilnehmen, sondern würde verhindern, dass die
Bildungsstandards das bringen können, wofür sie eigentlich geschaffen
wurden", spricht sich Amon gegen Alibitests auf Kosten der
Steuerzahler aus. "Die Erhebung von Bildungsstandards macht nur Sinn,
wenn sie anschließend zu Vergleichen, Auswertungen und
Verbesserungsschritten führt."
(Schluss)

Rückfragehinweis:
Pressestelle des ÖVP-Parlamentsklubs
Tel.: 01/40110/4436
http://www.oevpklub.at

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