- 23.05.2012, 13:42:31
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Schieder tritt bei OECD Meeting in Paris für europäische Wachstumsinitiative ein
Anstrengungen gegen Jugendarbeitslosigkeit in der Eurozone sind absolute politische Priorität
Wien (OTS/SK) - "Wachstumsimpulse zu setzen muss jetzt im
Mittelpunkt unserer politischen Bemühungen stehen", appellierte
Finanzstaatssekretär Andreas Schieder beim heutigen OECD Ministerial
Meeting in Paris. Ohne Maßnahmen zur Förderung des
Wirtschaftswachstums, vor allem in strukturschwachen Regionen, werde
Europa nicht aus der aktuellen Krise finden, betonte Andreas
Schieder. Die aktuellen Prognosen der OECD weisen die hohe
Jugendarbeitslosigkeit als Folge des Wachstumseinbruchs als
Hauptproblem der Eurozone aus. Während die Arbeitslosigkeit in USA
und Japan leicht zurückgehen wird, werde für die Eurozone ein
weiterer Anstieg der Arbeitslosigkeit prognostiziert. Die Schaffung
neuer Arbeitsplätze müsse deshalb Priorität haben. ****
Dazu gelte es, die Empfehlung der OECD, bei der Konsolidierung der
Staatsschulden wachstumsfreundlich vorzugehen, ernst zu nehmen. "Eine
reine Konzentration auf einseitiges Sparen wird die Abwärtsspirale
nicht durchbrechen können. Die Politik der Konsolidierung gilt es um
eine Politik der Wachstumsimpulse zu ergänzen", so der
österreichische Finanzstaatssekretär.
"Investitionen im Bildungs- und Infrastrukturbereich, genauso wie in
transeuropäische Netze und den Breitbandausbau können das Wachstum
ankurbeln, Arbeitsplätze schaffen und erzielen gleichzeitig
nachhaltige positive Effekte für die Bevölkerung Europas", so
Schieder. Neben Investitionen in Großprojekte gelte es aber auch,
regionale Strukturen zu fördern und Arbeitsplätze vor Ort zu
schaffen. Und auch die Verteilungsfrage gelte es neu zu stellen. Denn
die ungleiche Verteilung zwischen und innerhalb von Staaten sei eine
der wesentlichen Krisenursachen gewesen.
Inlandsnachfragte stützt positives österreichisches Wachstum
Die Aussichten für Österreich seine im Vergleich zur restlichen
Eurozone sehr erfreulich. Das prognostizierte positive Wachstum von
0,8 Prozent für 2012 und 1,6 Prozent für 2013 ist laut OECD vor allem
auf die Inlandsnachfrage gestützt. "Das zeigt, dass sich unsere
Bemühungen, bei der Konsolidierung darauf zu achten, die
Massenkaufkraft nicht zu schwächen, bezahlt machen", so Schieder. Das
sei durch den sozial ausgewogenen Maßnahmenmix bei der Konsolidierung
und die Ergänzung um Offensivmaßnahmen erreicht worden. (Schluss)
ah/mp
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