- 23.05.2012, 12:11:19
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Zellstoff- und Papierindustrie präsentiert Technologien für eine nachhaltige Zukunft
Austropapier lädt zum Dialog über Roadmap 2050 - Prämierung des Kurzfilmwettbewerbes "No(w) paper"- 60. Österreichische Papierfachtagung in Graz mit Teilnehmerrekord
Wien (OTS/PWK341) - "Die Zukunft wartet nicht - und wir
gestalten sie mit! Die Verwendung von Papier leistet wesentliche
Beiträge zum Klimaschutz und zur Nachhaltigkeit von Gesellschaft und
Wirtschaft. Unser Ziel ist es, ein "frontrunner der low-carbon
bio-economy" zu sein, und eine Schlüsselbranche einer nachhaltigen
Industriestruktur. Wir haben keine Zeit zu verlieren und wollen schon
heute mit der Politik die richtigen Rahmenbedingungen für kommende
Investitionsentscheidungen vorbereiten", zeigte sich Dkfm. Wolfgang
Pfarl, Präsident der Austropapier - Vereinigung der Österreichischen
Papierindustrie, anlässlich der Eröffnung der 60. Österreichischen
Papierfachtagung in Graz von den Perspektiven der Branche überzeugt.
Ehrengäste der diesjährigen Veranstaltung und Vertreter der Politik
im Dialog mit der Papierindustrie sind Justizministerin Dr. Beatrix
Karl (ÖVP), der steirische Landeshauptmann Mag. Franz Voves (SPÖ) und
die Nationalratsabgeordnete Dr. Ruperta Lichtenecker, Sprecherin für
Wirtschaft, Forschung, Technologie und Innovation der Grünen.
Unter dem Leitthema "Neue Horizonte - Roadmap 2050" präsentieren
rund 50 Experten aus der Zellstoff- und Papierindustrie sowie aus
Zulieferbetrieben, Beratungsunternehmen und wissenschaftlichen
Instituten technologische Neuerungen und Innovationen zu den
Erfolgsfaktoren Klimaschutz, Rohstoffversorgung, Ressourcen- und
Energieeffizienz, Verfahrens- und Prozesstechnik, Gesundheit und
Sicherheit sowie Aus- und Weiterbildung. "Von den neuesten
Entwicklungen bei Holz-Bioraffinerie-Konzepten und der Erzeugung von
holzbasierten Biochemikalien und Biokraftstoffen zweiter Generation
spannen die Vorträge einen Innovationsbogen zu neuen
Anwendungsmöglichkeiten und Eigenschaften von Zellstoff, Papier,
Pappe und Karton, wie etwa superhydrophoben Papieren, printed
electronics und neuen Barriereschichten", zeigten sich
Co-Veranstalter Univ.Prof.Dr. Wolfgang Bauer, Vorstand des Instituts
für Papier-, Zellstoff- und Fasertechnik der TU Graz, und
Austropapier-Geschäftsführer DI Oliver Dworak von der technologischen
Kompetenz der Unternehmen beeindruckt.
Während Justizministerin Dr. Beatrix Karl als Vertreterin der
Bundesregierung in ihren Ausführungen auf die Bedeutung der
heimischen Zellstoff- und Papierindustrie, die Notwendigkeit
wettbewerbskonformer Rahmenbedingungen am Standort Österreich und
aktuelle politische Themen wie das Lobbyinggesetz einging, widmete
sich Landeshauptmann Mag. Franz Voves dem hohen Stellenwert der
Branche in der Steiermark und ihren Beiträgen zum nachhaltigen Image
des Landes sowie zur Wertschöpfung und Beschäftigung. Dr. Ruperta
Lichtenecker, Sprecherin für Wirtschaft, Forschung, Technologie und
Innovation der Grünen, diskutierte mit Spitzenvertretern der
Papierindustrie sowie aus Wissenschaft und Forschung über die Chancen
und Herausforderungen am Weg zur low-carbon bio-economy.
Justizministerin Dr. Beatrix Karl: "Der Papiersektor steht unter
ganz gewaltigem Wettbewerbsdruck - vor allem aus Asien und
Südamerika. Während Unternehmen aus diesen Ländern versuchen, mit
Dumping-Preisen neue Märkte zu erschließen, steht die heimische
Papierindustrie zu ihrer Verantwortung und investiert in Österreich.
Für die Politik geht es jetzt darum, Wachstum zu fördern und unserer
Wirtschaft zu helfen, wettbewerbsfähig zu bleiben. In gleicher Weise
geht es aber auch darum, den Staatshaushalt zu konsolidieren."
Landeshauptmann Mag. Franz Voves: "Mit rund 1,5 Milliarden
Jahresumsatz ist die steirische Zellstoff- und Papierindustrie einer
der wichtigsten Wirtschaftszweige in der Steiermark, die als
waldreichstes Bundesland die besten Voraussetzungen für die
Herstellung von Papier hat. Internationale Marktführer haben hier
ihre Produktionsstandorte und sichern damit knapp 3.000 Arbeitsplätze
- und das vor allem in ländlichen Regionen. Für die heimischen
Waldbauern und die Forstwirtschaft ermöglicht die Zellstoffindustrie
- neben der Sägerundholz-Produktion - die Schaffung einer hohen
Wertschöpfung. Außerdem werden erhebliche Mengen an Karton und Papier
auf dem Weg des Recyclings produziert - Österreich zählt hier mit
einer Altpapier-Sammelrate von über 85% zu den europäischen
Spitzenreitern".
Dr. Ruperta Lichtenecker: "Die Entwicklung und Anwendung
energieeffizienter Technologien sowie die Forcierung von Innovationen
sind die logischen Antworten auf die Herausforderungen für die
Papierindustrie. Unternehmen, die heute in Innovationen investieren
und Verantwortung zeigen, werden künftig die Vorreiterrolle
übernehmen. Denn angesichts steigender Energiepreise und einer
verschärften Wettbewerbssituation ist ein effizienter Einsatz von
Energie und Ressourcen aus ökonomischen und auch ökologischen Gründen
das Gebot der Stunde".
An der von Dr. Ernst Sittinger, Kleine Zeitung, moderierten
Podiumsrunde zum Thema "Roadmap 2050 to a low-carbon bio-economy"
nahmen weiters Dr. Eveline Steinberger-Kern, Sector Cluster Lead
Energy bei Siemens, Wien, Dr. Frank Miletzky, Vorstand der
Papiertechnischen Stiftung PTS, München, Univ.Prof.Dr. Thomas
Rosenau, Leiter des Instituts für Holz-, Zellstoff- und Faserchemie
an der Universität für Bodenkultur, Wien, Marco Mensink,
stellvertretender Direktor der CEPI (Confederation of European Paper
Industries, Brüssel), Johan Elvnert, Manager der Forest-based Sector
Technology Platform, sowie der neu gewählte ÖZEPA-Präsident Dr. Max
Oberhumer, Geschäftsführer Sappi Austria Gratkorn, und
Austropapier-Vizepräsident DI Christian Skilich, Operations Director,
Mondi Europe & International teil.
Ein weiterer Höhepunkt der Veranstaltung war die Präsentation und
Prämierung der Gewinner des Kurzfilmwettbewerbes "No(w) paper",
ausgeschrieben von der steirischen Zellstoff- und Papierindustrie und
der Austropapier im Rahmen des Bildungsprojektes "Papier macht
Schule". Über 25 Teilnehmer aus Österreich und Deutschland haben dazu
ihre Filme eingereicht. "Jeden Tag greift der Mensch zigmal zu
Papier, Karton und Pappe - dass es sich dabei aber um nachhaltige
High-Tech-Produkte handelt, ist kaum jemandem bewusst. Die Kurzfilme
führen uns anschaulich und höchst kreativ vor Augen, was passieren
würde, wenn Papier plötzlich aus unserem Alltag verschwunden wäre",
so Austropapier-Präsident Dkfm. Wolfgang Pfarl anlässlich der
Überreichung der Preise an die fünf siegreichen Filmteams.
Die heuer bereits zum sechzigsten Mal in Graz stattfindende Tagung
wird von rund 500 Teilnehmern aus 15 Ländern besucht, das bedeutet
Teilnehmerrekord im Jubiläumsjahr. (us)
Austropapier - Vereinigung der Österreichischen Papierindustrie
Austropapier repräsentiert - gemeinsam mit dem Fachverband der
Papierindustrie - die Unternehmen der österreichischen
Papierindustrie. 25 Betriebe erzeugen jährlich rund fünf Millionen
Tonnen Papier, Karton und Pappe. Sie stellen mehr als 8.000
Arbeitsplätze, darunter zahlreiche "Green Jobs", direkt bereit und
tragen zur Einkommenssicherung von hunderttausenden Menschen in der
heimischen Forst- und Holzwirtschaft, in der Papier und Pappe
verarbeitenden Industrie und dem Druck- und Grafik-Sektor bei.
Papier begleitet uns Tag für Tag in vielen wichtigen Produkten. Der
Einsatz der erneuerbaren Rohstoffe Holz und Altpapier, die
Wiederverwertung der Rückstände als Rohstoff, höchste
Energieeffizienz der Anlagen und enorme Investitionen zur
Verbesserung der Umweltsituation gehören zu den Grundpfeilern der
nachhaltigen Wirtschaftsweise. Mit attraktiven Job-Angeboten,
konsequenter Aus- und Weiterbildung, modernen und gut bezahlten
Arbeitsplätzen sowie der Bündelung von Forschung, Entwicklung und
Innovation sichert der Sektor nachhaltig die Wettbewerbsfähigkeit der
österreichischen Standorte.
Rückfragehinweis:
Austropapier - Vereinigung der Österreichischen Papierindustrie DI Oliver Dworak Tel: 01 - 588 86
234
Fax: 01 - 588 86
222 [email protected] www.austropapier.at DI Ilse Dostal-Wanivenhaus Tel. 01-58886-209, Fax 01-58886-222, [email protected]
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