• 23.05.2012, 11:13:01
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Köstinger: Gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit

EU-Parlament fordert Maßnahmen gegen Lohnunterschied zwischen Frauen und Männern

Straßburg, 23. März 2012 (OTS) "Eine Frau muss, wenn sie den
gleichen oder einen gleichwertigen Job wie ein Mann ausübt, auch
das gleiche Gehalt wie ein Mann erhalten", fasst Elisabeth
Köstinger, Frauensprecherin der ÖVP im EU-Parlament, die Forderung
des EU-Parlaments zusammen. Am morgigen Donnerstag beschließt das
Europäische Parlament einen Bericht, in dem es Maßnahmen zum Abbau
der Lohnunterschiede zwischen Frauen und Männern fordert. "Es gibt
keine Rechtfertigung, dass der durchschnittliche Stundenlohn einer
Frau in der EU mehr als 15 Prozent niedriger ist als der eines
Mannes", so Köstinger. "Wir brauchen mehr Transparenz und
Maßnahmen, um das Problembewusstsein zu schärfen. Vor allem gilt
es, die Ursachen des Lohngefälles aktiv zu bekämpfen und auch die
Möglichkeit von gesetzlichen Schritten in Betracht zu ziehen",
betont die ÖVP-Abgeordnete. ****

"Österreich ist hier leider europäisches Schlusslicht", stellt
Köstinger fest. Dem statistischen Amt der EU (Eurostat) zufolge
sind Frauengehälter in Österreich durchschnittlich um 25,5 Prozent
niedriger als Männergehälter. "Wir wollen regelmäßige "Lohn-Audits"
für bestimmte Unternehmen und Bekanntgabe der Ergebnisse an die
Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die Behörden und die
Statistikämter", so Köstinger. Der Parlamentsbericht fordert eine
solche Verpflichtung für Unternehmen mit mindestens 30
Angestellten, von denen mindestens zehn Prozent männlich
beziehungsweise weiblich sind.

Das Lohngefälle zwischen Männern und Frauen ist ein "komplexes
und vielschichtiges Problem, für das es sehr unterschiedliche
Ursachen" gibt. "Es handelt sich nicht nur um direkte oder
indirekte Diskriminierung, sondern auch um soziale und
wirtschaftliche Faktoren. Als Beispiele nennt Köstinger die zu
geringe gesellschaftliche Wertschätzung der Arbeit von Frauen, ein
unausgewogenes Verhältnis zwischen Berufs- und Privatleben,
mangelnde Kinderbetreuungsmöglichkeiten, Stereotypen und die Wahl
des Bildungswegs und der Beschäftigungsmuster von Frauen. "Für die
Hälfte der Unterschiede gibt es aber keine Erklärung, deshalb sind
es wahrscheinlich Diskriminierungen. Allein durch Gesetze werden
wir aber keine Lösung finden. Dennoch werden die Möglichkeiten der
Gesetzgebung in Betracht gezogen" so Köstinger abschließend.

Rückfragen: Elisabeth Köstinger, MEP, Tel.: +32-2-284-5211
[email protected]

Daniel Köster M.A., EVP-Pressedienst, Tel.: +32-487-384784
[email protected]

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