- 23.05.2012, 10:53:42
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"Eco" am 24. Mai: Der Fall JP Morgan
Außerdem: Jugend ohne Arbeit - Der Kampf um die "verlorene Generation"
Wien (OTS) - Angelika Ahrens präsentiert in "Eco" am Donnerstag,
dem 24. Mai 2012, um 22.30 Uhr in ORF 2 folgende Beiträge:
Der Fall JP Morgan: Von Spielern, Zockern und Hasardeuren
Willkommen im Casino! Wer die jüngsten Milliardenverluste der
Investmentbank JP Morgan nachrecherchieren will, wird in die Welt der
Gambler und Adrenalin-Junkies entführt - in die Trading Rooms der
Investmentbanken. In den Handelsräumen der großen Häuser liegen oft
nur Millimeter und Sekunden zwischen Gewinn und Verlust. Und so, als
es hätte es den Crash des Jahres 2008 nie gegeben, wird wieder
spekuliert, gezockt und riskiert. Im Fall von JP Morgan Chase waren
es sogenannte Absicherungsgeschäfte, die zu einem Spekulationsverlust
von rund zwei Milliarden Dollar führten - ein um 15 Milliarden
geringerer Marktwert der Bank ist nunmehr das Ergebnis des Hasards.
"Eco" ist auf die Suche gegangen und hat sich angesehen, was Trader
genau machen und wie kompliziert die gehandelten Produkte inzwischen
bereits wieder geworden sind - und aus welchen Crashs der jüngeren
Vergangenheit die Banken eigentlich dazulernen hätten können. Denn
dass das 2008 von der Politik gegebene Versprechen, dem "entfesselten
Kapital" endlich "Zügel und Regeln anzulegen", nie eingelöst wurde,
ist ohnehin evident. Bericht: Günther Kogler und Philipp Jauernik.
Jugend ohne Arbeit: Der Kampf um die "verlorene Generation"
Während in Spanien fast jeder zweite Jugendliche keinen Job findet,
steht Österreich in Sachen Jugendarbeitslosigkeit (relativ) gut da:
Mit einer Arbeitslosenrate von "nur" 8,6 Prozent belegt es die zweite
Stelle in der EU, direkt hinter Deutschland. Doch die Situation ist
bei weitem nicht so komfortabel, wie sie auf dem Papier aussieht. So
schafft zum Beispiel nur die Hälfte der Absolventen den einfachen
Einstiegstest in Grundrechnungsarten, die etwa für einen
Rauchfangkehrer-Lehrling Pflicht sind. Und: Vielen Betrieben ist das
"Nachhilfe-Geben" zu mühsam - sie verweigern die Lehrlingsausbildung.
So bilden zum Beispiel von den 900 gemeldeten Tischlereien in Wien
nur 65 Betriebe neuen Nachwuchs aus. Die österreichische
Gewerkschaftsjugend fordert deshalb, dass Unternehmen stärker in die
Pflicht genommen werden und zumindest ein Prozent der Bruttolohnsumme
in die Lehrstellenförderung gesteckt werden muss. Die Unternehmen
wiederum fordern eine bessere Ausbildung in den Schulen,
Lehrwerkstätten und den Jugendkursen des Arbeitsmarktservice (AMS).
Aber: Wie umgehen mit Jugendlichen, die am Arbeitsmarkt nicht und
nicht Fuß fassen und vermutlich auch als Erwachsene zu
Langzeitarbeitslosigkeit verurteilt sind? "Eco" macht sich auf die
Suche nach der "verlorenen Generation" und fragt, was dagegen getan
werden kann. Bericht: Hans Hrabal und Katinka Nowotny.
"Eco" startet Serie über österreichische Weltmeister-Unternehmen
Wirtschaft schlägt Fußball - Österreicher als Weltmeister: Während
die heimische Fußball-Nationalmannschaft regelmäßig in der WM- und
EM-Qualifikation scheitert, spielen österreichische Unternehmen in
vielen Sparten konstant an der Weltspitze mit. Sie brillieren mit
innovativen Technologien, neuen Entwicklungen oder unschlagbaren
Qualitäten. Es sind sowohl traditionelle kleine wie auch
börsennotierte große Unternehmen, die bei Projekten auf dem
Meeresgrund, auf Rennstrecken oder in internationalen Konzerthäusern
ihre Konkurrenten schlagen. In einer neuen Serie zeigt "Eco"
Entwicklungen, Erfolge und die Geheimnisse von solchen
Weltmeister-Unternehmen. In der ersten Folge berichtet Sabina Riedl
über den Motoren- und Zweiradbauer KTM.
Die Sendung ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage als
Video-on-Demand abrufbar und wird auch als Live-Stream auf der
ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) angeboten.
Rückfragehinweis:
ORF-Pressestelle
Karin Wögerer
Tel.: (01) 87878 - DW 12913
http://presse.ORF.at
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