• 23.05.2012, 10:45:43
  • /
  • OTS0087 OTW0087

ÖAMTC: Verlängertes Wochenende beweist erneut Notwendigkeit, den Spritpreis "einzufrieren"

Hohe Spritpreise auch in Italien und Deutschland - vor der Urlaubsfahrt unbedingt in Österreich volltanken

Wien (OTS) - Das verlängerte Wochenende ist vorbei und die
Befürchtungen des ÖAMTC haben sich einmal mehr bestätigt. Zwar wurden
die Spritpreise zu Christi Himmelfahrt im Durchschnitt nur moderat
erhöht, auf den zweiten Blick zeigt sich aber, dass die Konsumenten
nach wie vor kräftig zur Kasse gebeten wurden. "Die
Durchschnittspreise zwischen Mittwoch und Sonntag vergangener Woche
waren genau am Donnerstag-Feiertag am höchsten. Dagegen gingen die an
diesem Tag festgestellten Tiefstpreise sogar leicht nach unten",
schildert ÖAMTC-Verkehrswirtschaftsexpertin Elisabeth Brandau. Der
größere Teil der Tankstellen hat die Preise also offenbar
überproportional erhöht, während sich die Billiganbieter dem
Wettbewerb gestellt haben.

Die neue Spritpreis-Verordnung - die Begutachtungsfrist endet
übermorgen, Freitag - sieht folgendes vor: An bestimmten,
reisestarken Wochenenden sollen die Preise, die am Tag zuvor um 11
Uhr gelten, bis zum Ende des Wochenendes "eingefroren" werden. Das
soll sicherstellen, dass die Anbieter ausgewogene Preise kalkulieren.
"Für kleinere Stationen sind Ausnahmen geplant", erklärt die
ÖAMTC-Expertin. "Das ist angesichts der Preisentwicklung vom
vergangenen Wochenende auch gerechtfertigt."

Hohe Spritpreise sind zurzeit auch in Österreichs Nachbarländern,
insbesondere in Italien und Deutschland, ein großes Thema. "Wer mit
dem Auto in den Urlaub fährt, sollte also gut überlegen, wann und wo
er tankt. Am vernünftigsten ist es, in Österreich vollzutanken und
vor allem die teuren Autobahntankstellen kurz vor den Staatsgrenzen
zu meiden", rät die ÖAMTC-Expertin.

Club begrüßt Mitterlehner-Initiative zur "Spritpreis-Bremse"

Analysen des Clubs zeigen, dass viele Tankstellen schon an
"normalen" Tagen zum erlaubten Zeitpunkt um 12 Uhr die Preise oft
mehr als notwendig erhöhen. Damit bleibt danach ein größerer
Spielraum für Preissenkungen. An reisestarken Wochenenden wird die
hohe Nachfrage von den meisten Mineralölfirmen noch stärker
ausgenutzt. "Damit zeigt sich erneut, wie sehr die Initiative von
Wirtschaftsminister Mitterlehner zu begrüßen ist. So können extreme
Preisentwicklungen zu sensiblen Zeiten zumindest abgeschwächt
werden", stellt die ÖAMTC-Expertin klar.

Die Neuregelung wird zu Fronleichnam erstmals wirksam sein. Der
ÖAMTC wird die Preisgestaltung an allen drei Terminen, an denen 2012
die neue Verordnung gelten wird, genau beobachten. Laut Verordnung
ist eine Evaluierung erst 2013 geplant, der ÖAMTC fordert, diese aber
noch heuer durchzuführen. "Aus den Daten des Spritpreisrechners
können alle interessanten Preisentwicklungen exakt dokumentiert und
analysiert werden. Damit wird den Mineralölfirmen die sprichwörtliche
Rute ins Fenster gestellt", erklärt Brandau. "Denn wenn die
Konsumenten nur mit Preisverwirrung bedient werden, muss es
Konsequenzen geben."

Rückfragehinweis:
ÖAMTC-Öffentlichkeitsarbeit
Stefan Tschernutter
Tel.: +43 (0) 1 711 99-1218
mailto:[email protected]
http://www.oeamtc.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | OCP

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel