- 23.05.2012, 10:25:27
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Mailath-Pokorny eröffnet Ausstellung "Fremde überall - Foreigners Everywhere"
Zeitgenössische Kunst aus der Pomeranz Collection im Jüdischen Museum Wien
Wien (OTS) - "Sammler wie Eduard Pomeranz setzten eine Tradition
fort, die durch den Holocaust in Wien verloren gegangen ist", sagte
Kulturstadtradt Andreas Mailath-Pokorny gestern im Rahmen der Preview
für geladene Gäste für die neue Wechselausstellung im Jüdischen
Museum Wien, bei der die private Kunstsammlung von Eduard Pomeranz
erstmals einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt wird. In
Anwesenheit zahlreicher Prominenz aus Kunst, Kultur und Wirtschaft -
darunter Galeristen und Museumsdirektoren - betonte Mailath-Pokorny,
dass die Auseinandersetzung mit dem Anders-Sein und dem Fremd-Sein in
der zeitgenössischen Kunst ein wichtiger Aspekt der aktuellen
gesellschaftlichen Situation sei. Oberrabbiner Paul Chaim Eisenberg
erinnerte in seinem Statement daran, dass Pomeranz selbst aus einer
Einwandererfamilie kommt und die Auseinandersetzung mit seiner
jüdischen Identität erst in Wien möglich gewesen sei, da in der
damaligen Sowjetunion - Eduard Pomeranz stammt aus Odessa - die
Ausübung der jüdischen Religion nahezu unmöglich gewesen sei.
Museumsdirektorin Danielle Spera dankte dem Kurator der Ausstellung,
Ami Barak, der bei der Werkauswahl eine Schau zusammengestellt habe,
die sich mit Ausstellungen internationaler Kunstmuseen wie der Tate
Modern oder dem MoMa New York messen könne.
"Fremde Überall" - der von der Künstlergruppe Claire Fontaine
inszenierte Spruch fungiert als Motto für die Ausstellung der
Sammlung Pomeranz im Jüdischen Museum Wien. Stimmig ist dieser
Leitgedanke für den aus Odessa stammenden Wiener Sammler Eduard
Pomeranz: "Wir sind immer auf Reisen. Egal, wo man ist, man fühlt
sich nirgends zuhause. Das Judentum ist die einzige Grundlage, die
bleibt - im Dasein als Fremde überall". Seine Sammlung setzt sich mit
Geschichte und Erinnern, sowie Grenzüberschreitungen über
Generationen und Geografien hinweg auseinander. Sie hat sich der
heutigen kulturellen Avantgarde verschrieben. Kunst, die sich über
Brüche des Lebens definiert, ohne Einschränkung - auch durch
Tabubrüche. Ganz in der Tradition jüdischer Sammler, die immer die
neuesten Kunstströmungen gefördert haben. In der Ausstellung sind
Werke vieler prominenter Künstler - von Marina Abramovic über Yael
Bartana, Mircea Cantor, Paul Chan, Keren Cytter, Hans-Peter Feldmann,
Douglas Gordon, Thomas Hirschhorn, Sigalit Landau, David Maljkovic,
Boris Mikhailov, Ciprian Muresan, Adrian Paci, Joe Scanlan, Markus
Schinwald und Rirkrit Tiravanija bis hin zu Lawrence Weiner zu sehen.
Zur Ausstellung wurde ein reich illustrierter Katalog mit 120 Seiten
zum Preis von 19,90 Euro, ISBN-Nr. 978-3-901398-64-3 publiziert und
ist ab sofort im Jüdischen Museum Wien erhältlich.
Öffnungszeiten und Tickets
"Fremde überall - Foreigners Everywhere. Zeitgenössische Kunst aus
der Pomeranz Collection" ist von 24.5.2012 bis 7.10.2012 im Museum in
der Dorotheergasse 11, 1010 Wien, zu sehen. Das Jüdische Museum ist
ein Unternehmen der Wien Holding. Die Öffnungszeiten für den Standort
Dorotheergasse 11 sind: Sonntag bis Freitag 10.00-18.00 Uhr. Am
Standort Judenplatz sind die Öffnungszeiten Sonntag bis Donnerstag
10.00-18.00 Uhr, Freitag 10.00-14.00 Uhr. Für beide Museen gibt es
ein gemeinsames Ticket zum Preis von 10 Euro, ermäßigt 8 Euro,
Gruppen 7 Euro, Kinder bis zum vollendeten 14. Lebensjahr frei,
SchülerInnen (ab 15 Jahren), Lehrlinge, StudentInnen (bis 27 Jahre),
Zivil- und Präsenzdiener 5 Euro, Schulklassen haben nach wie vor
freien Eintritt, für die Schülerführung ist ein Kostenbeitrag von 20
Euro zu leisten. Weitere Informationen unter www.jmw.at.
o Pressebilder: www.wien.gv.at/gallery2/rk/run.php?g2_itemId=16856 www.wien.gv.at/gallery2/rk/run.php?g2_itemId=16853
Rückfragehinweis:
PID-Rathauskorrespondenz:
www.wien.gv.at/rk/
Alfred Stalzer
Mediensprecher Jüdisches Museum Wien
Telefon: 01 505 31 00
Mobil: 0664 506 49 00
E-Mail: [email protected]
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