• 23.05.2012, 10:22:00
  • /
  • OTS0078 OTW0078

Private US-Unternehmen erobern den Weltraum

Wirtschaftsdelegierter Thaler: Kommerzieller US-Weltraummarkt ist interessante Nische für österreichische Spitzentechnologien

Wien (OTS/PWK340) - Erstmals in der Geschichte der Raumfahrt
nimmt ein Privatunternehmen Kurs auf die Internationale Raumstation
(ISS). Das seit zehn Jahren bestehende kalifornische
Weltraumunternehmen Space Exploration Technologies (SpaceX) des
Milliardärs Elon Musk startete am Dienstag dieser Woche (3:44 Uhr
Lokalzeit/EST, 9:44 Uhr MESZ) vom Kennedy Space Center in Florida mit
der selbst gebauten Trägerrakete ,Falcon' und der unbemannten
Raumkapsel 'Dragon' zur rund 350 km um die Erde kreisenden und 100
Mrd. US-Dollar teuren ISS, um im Auftrag der NASA eine halbe Tonne
Fracht abzuliefern.

SpaceX wird für 1,6 Mrd. USD den Frachttransport zur Raumstation
übernehmen und verfügt weiters über Aufträge in Milliarden
Dollar-Höhe für den Transport kommerzieller Satelliten. "In Zukunft
sind größere Transporte und auch bemannte Flüge geplant. Space X und
andere Privatunternehmen visionärer Milliardäre wie Bigelow
Aerospace, Stratolaunch, Virgin Galactic, Orbital Sciences
Corporation, Planetary Resources haben den Weltraum im Fokus",
berichtet Rudolf Thaler, österreichischer Wirtschaftsdelegierter in
Los Angeles. Planetary Resources, mit 20 Angestellten 2012 gegründet,
zielt auf die Gewinnung von Edelmetallen wie Gold, Platin, Palladium
auf erdnahen Asteroiden. Ein 30 m langer Asteroid soll angeblich
Platin im Wert von über 49 Mrd. USD enthalten.

Durch die Konzentration der NASA auf den tiefen Weltraum und die
Öffnung des erdnahen Orbits für Privatunternehmen wird ein neues
Kapitel Weltraumfahrt aufgeschlagen. Dieser neue Typus von Aerospace-
Unternehmen ist hungrig nach Innovationen zur Verwirklichung ihrer
Visionen, profiliert sich als Problemlöser und Troubleshooter und ist
primär ein Start-up-Unternehmen im Geiste des Silicon Valley als ein
etabliertes Aerospace-Unternehmen. Thaler: "Eröffnet werden damit ein
attraktiver Zukunftsmarkt und neue Geschäftschancen auch für
österreichische Hightech-Zulieferer mit innovativen Lösungen einen
rascheren Zugang als zu etablierten großen Aerospace-Giganten zu
schaffen." Gefragt sind z.B. für Asteroiden-Schürfer Planetary
Resources Technologien, die die Kosten für die Probenentnahme auf
einem Asteroiden auf weniger als ein Zehntel laufender
Weltraummissionen reduzieren. 60 Gramm von einem Asteroiden auf die
Erde zu bringen kosten der Nasa derzeit etwa 1 Mrd. USD. Weiters sind
Innovationen in den Bereichen Mikroelektronik,
Informationstechnologie und Technologien gefragt, wie sie bisher noch
nicht in einem traditionellen Weltraumschiff zum Einsatz kamen.
"In Österreich gibt es über 110 Unternehmen, die im Bereich Weltraum
engagiert sind und etwa tausend in der Weltraumindustrie- und
-forschung tätige Mitarbeiter, für die sich durch die privaten
Weltrauminitiativen in den Vereinigten Staaten neue Betätigungsfelder
eröffnen", so Thaler anschließend. (BS)

Rückfragehinweis:
AußenwirtschaftsCenter Los Angeles
Dr. Rudolf Thaler
Telefon: +1 310 477 99 88
E-Mail: [email protected]

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | PWK

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel