- 22.05.2012, 14:44:15
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Leitl empfängt Zyperns Präsidenten und Bundespräsident Fischer in der WKÖ
Gegenseitiges Investitionsvolumen liegt bei 3,5 Mrd. Euro - Wirtschaftsbeziehungen ausbaubar, insbesondere seit Gasfunden vor Zypern
Wien (OTS/PWK337) - Anlässlich des Staatsbesuchs des Präsidenten
der Republik Zypern, Demetris Christofias, in Österreich fand heute
(Dienstag) in seinem Beisein sowie von Bundespräsident Heinz Fischer
im Haus der Wirtschaft ein zypriotisch-österreichisches
Wirtschaftsforum statt. Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Leitl,
der gemeinsam mit dem Präsidenten der zypriotischen Handelskammer,
Phidias Pilides, das Forum eröffnete, wies in seiner Begrüßungsrede
darauf hin, dass "unsere beiden Länder viel verbinde. So haben beide
Staaten politisch wie auch wirtschaftlich eine Brückenfunktion.
Zypern in den Nahen- und Mittleren Osten sowie in den Mittelmeerraum
und Österreich nach Zentral- und Südosteuropa." Die wirtschaftlichen
Beziehungen der beiden Länder sind intensiv auf gegenseitigem
Vertrauen aufbauend. Leitl: "Das gegenseitige Vertrauen zeigt sich
insbesondere an den enormen Investitionsvolumina im jeweils anderen
Staat. So haben österreichische Unternehmen bisher rund 2,4
Milliarden Euro in Zypern investiert, umgekehrt beträgt das
Investitionsvolumen zypriotischer Unternehmen in Österreich 1,1
Milliarden Euro." Das Außenhandelsvolumen liegt bei knapp 200
Millionen Euro. Die österreichischen Exporte legten um 28,6% auf
124,5 Mio. Euro zu und die Importe aus Zypern steigerten sich um 99%
auf 71 Mio. Euro.
Bundespräsident Fischer betonte in seiner Ansprache die
langjährigen freundschaftlichen Beziehungen zwischen Österreich und
Zypern: "Österreich war einer der ersten Staaten, der Zypern nach
seiner Unabhängigkeit 1960 anerkannte und wir waren auch bei den
Ersten dabei, die Friedenstruppen nach Zypern entsandt hatten, als
dies nötig war." Dies war die Basis für die guten Beziehungen auch
auf wirtschaftlicher Ebene. Sein zypriotischer Amtskollege
Christofias pflichtete Fischers Ausführungen bei und ergänzte, dass
"die guten Wirtschaftsbeziehungen noch ausbaufähig sind und dass
gerade solche Wirtschaftsforen der ideale Ausgangspunkt für eine
Vertiefung der Kontakte sind." Vor allem im Energiesektor sieht
Christofias viele Möglichkeiten für intensivere Kooperationen.
Einerseits im Bereich der erneuerbaren Energien und andererseits vor
allem in Segment der Gasförderung - schließlich wurde vor Zypern
eines der weltweit größten Erdgasfelder entdeckt. Neben diesem
Zukunftsbereich hat sich Zypern, das von 1. Juli - 31. Dezember 2012
den EU-Vorsitz inne haben wird, bereits jetzt als internationales
Finanzzentrum etabliert. (BS)
Rückfragehinweis:
AußenwirtschaftsCenter Athen
Mag. Bruno Freytag
Tel.: 30 210 884 37 11
mailto:[email protected]
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