• 22.05.2012, 12:13:25
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JW-Roth: Dringender Handlungsbedarf bei alternativen Finanzierungsmöglichkeiten

Leitfaden der Jungen Wirtschaft gibt Überblick über Finanzierungsformen und zeigt Lücken auf

Wien (OTS/PWK335) - Neue Geschäftsideen auf Wachstumskurs haben
oftmals dasselbe Problem: Die Finanzierung. Das fehlende Eigenkapital
und nicht erhaltene Bankkredite machen die Umsetzung von guten Ideen
und Projekten zuweilen unmöglich. Denn gerade die Bank bzw. das
eigene Vermögen sind klarerweise die beiden wichtigsten
Finanzierungsquellen für startende Selbstständige. Fast 90 Prozent
der Jungunternehmer stützen sich jeweils auf diese beiden klassischen
Formen - auch mangels echter Alternativen. Neue, attraktive
Finanzierungsmöglichkeiten bieten hingegen Beteiligungs- bzw.
Risikokapital-Instrumente. "Strengere Richtlinien zur Kapitalvergabe,
wie Basel III, machen alternative Finanzierungsformen zur einzigen
Alternative für Unternehmer, die expansiv unterwegs sind. In vielen
Ländern sind diese Varianten bereits stark vertreten und im Einsatz.
Sie sorgen dort für wirtschaftliche Dynamik und noch mehr
Innovationskraft", erklärt der Vorsitzende der Jungen Wirtschaft,
Markus Roth, und warnt: "Wenn wir für die Finanzierung über Business
Angels, Venture Capital und Crowd Funding keine besseren
Rahmenbedingungen schaffen, wird es in Zukunft keine jungen, rasch
wachsenden Unternehmen in unserem Land mehr geben. Österreich hat
hier unbestritten Nachholbedarf."

Venture Capital, Business Angels, Inkubatoren, Crowd-Funding & Co

Es besteht eine Reihe von Möglichkeiten und Varianten, wie junge,
innovative Unternehmen zu externem Eigenkapital kommen können:
Venture Capital, Business Angels, Super Angels, Seed Fonds,
industrielle Investoren, Inkubatoren, oder Crowd-Funding. Die Junge
Wirtschaft hat als Serviceleistung für ihre Mitglieder gemeinsam mit
den Autoren Rudolf Dömötör, Innovationsmotor e.U., und Univ.-Prof.
Nikolaus Franke, Direktor des Instituts für Entrepreneurship und
Innovation an der WU, einen Leitfaden aufgelegt, der die wichtigsten
Formen alternativer Finanzierungsmöglichkeiten erklärt und
beschreibt. Außerdem findet sich darin eine "Anleitung", wie man den
passenden Investor findet, wie man die Verhandlungen führt, welche
Unterlagen vorzubereiten sind und wie man zum Abschluss kommt.

Junges Wachstum stärker fördern

Die Junge Wirtschaft setzt sich seit geraumer Zeit für Maßnahmen
zur Förderung von jungem Wachstum ein. "Österreichs Jungunternehmer
brauchen weniger Belastungen, dafür mehr Freiräume, um ihre
Leistungs- und Wirtschaftskraft voll entfalten zu können", so Roth,
"wir fordern daher, dass die Rahmenbedingungen für
Beteiligungskapital an jungen, innovativen Unternehmen deutlich
verbessert werden. Den zusätzlichen Vorstoß für einen
Jungunternehmerfonds seitens des Vizekanzlers können wir nur
unterstützen." Konkret fordert die Junge Wirtschaft:

- Die Erhöhung des Grenzbetrags für die Prospektpflicht auf 300.000
Euro
- Den Ausbau bestehender Besicherungsmaßnahmen und das Ermöglichen
der Nutzung von Crowd Funding
- Die Einführung eines Beteiligungsfreibetrags in Höhe von 50.000
Euro im Verlauf von fünf Jahren
- Den Aufbau eines Risikokapital-Fonds mit staatlicher Unterstützung

"Unser Credo lautet: Lieber in Kematen in ein heimisches Start-up
bzw. junges Unternehmen investieren, anstatt auf den Caymans das Geld
zu parken. Damit kurbeln wir das dringend benötigte Wachstum an. Das
ist eine echte Chance für Österreich", so Roth abschließend.(ES)

Nähere Infos unter: www.jungewirtschaft.at/finanzierung

Rückfragehinweis:
Junge Wirtschaft
Mag. Roman Riedl
Tel: +43 05 90 900-3508
Mail: [email protected]

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