- 22.05.2012, 11:35:57
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FMA-Bericht zum 1. Quartal 2012 der österreichischen Prospektaufsicht Anleger weiterhin skeptisch
Wien (OTS) - Das schwierige wirtschaftliche Umfeld und die daraus
resultierende Skepsis der Anleger dämpfte im 1. Quartal 2012 die
Emissionstätigkeit am österreichischen Markt. Von Jänner bis März
waren lediglich 20 Prospekte zu billigen, das bedeutet einen Rückgang
um acht Billigungen im Vergleich zum Vorquartal bzw. einen Rückgang
um 12 Billigungen im Vergleich zum 1. Quartal 2011. Ebenso war ein
Rückgang der von der FMA gebilligten Nachträge von 17 im 1. Quartal
2011 bzw. 21 im 4. Quartal 2011 auf acht zu verzeichnen. Wie im
Vorquartal wurden zwei Anträge auf Billigung zurückgezogen. Den
Kapitalmarktteilnehmern wurde durch die Billigungen die Begebung von
Emissionen in einem maximalen Volumen von rund Euro 15 Mrd.
ermöglicht. Das geht aus dem heute von der FMA veröffentlichten
Quartalsbericht der Prospektaufsicht hervor.
Im Hinblick auf die Emittentenkategorien war vor allem die
rückläufige Anzahl der Prospektbilligungen für Wohnbaubanken
auffällig. Im 4. Quartal 2011 wurden Prospekte für fünf Emittenten
gebilligt, während im 1. Quartal 2012 Prospekte für lediglich zwei
Emittenten gebilligt wurden. Ebenso war ein Rückgang der IPOs,
Kapitalerhöhungen und Listingprospekte von zwei im 4. Quartal 2011
auf eine im 1. Quartal 2012 erkennbar. Die Anzahl der gebilligten
Basisprospekte stieg im Vergleich dazu von zwei auf fünf, bzw. bei
Anleihen von null auf zwei. Das gleiche Bild zeigt sich beim
Vergleich des 1. Quartals 2011 mit dem Vergleichszeitraum des
Vorjahres: Hier war ebenfalls ein Rückgang der Zahl der
Prospektbilligungen in den Emittentenkategorien "Wohnbaubanken" von
drei auf zwei, bzw. "IPOs, Kapitalerhöhungen und Listingprospekte"
von zwei auf eine erkennbar. Weiters kam es hier ebenso zu einem
Anstieg der Prospektbilligungen von Basisprospekten (Q1 2011: 4, Q1
2012: 5) und Anleihen (Q1 2011: 1, Q1 2012: 2).
Ein Blick auf die eingehenden Notifikationen aus anderen
EWR-Mitgliedstaaten zeigt, dass sich die Summe der eingehenden
notifizierten Prospekte im 1. Quartal 2012 im Vergleich zum 4.
Quartal 2011 von 61 auf 84 erhöhte, während bei den eingehenden
notifizierten Nachträgen ein Rückgang um rund die Hälfte (von 983 auf
519) erkennbar war. Die Anzahl der ausgehenden notifizierten
Prospekte blieb wie im 4. Quartal 2011 bei drei, hingegen kam es bei
den notifizierten Nachträgen zu einem Rückgang von 10 (Q4 2011) auf
sechs (Q1 2012). Im Vergleichszeitraum des Vorjahres wurden 87
eingehende Prospekte und 411 Nachträge notifiziert. Bei den
ausgehenden Notifikationen wurden im 1. Quartal 2011 vier Prospekte
und vier Nachträge verzeichnet.
Aufgrund von Verstößen im Zusammenhang mit öffentlichen Angeboten
und der Bewerbung von Wertpapieren oder Veranlagungen sowie Verstößen
gegen die Veröffentlichungs-, Melde- und Hinterlegungsverpflichtungen
des Kapitalmarktgesetzes verhängte die FMA im 1. Quartal 2012 neun
Verwaltungsstrafverfahren und vier Anzeigen an die
Staatsanwaltschaft.
Den gesamten Quartalsbericht finden Sie auf der FMA-Website unter
http://www.ots.at/redirect/fma6
Rückfragehinweis:
Klaus Grubelnik (FMA-Mediensprecher)
Tel: +43/(0)1/24959-5106
Mobil: +43/(0)676/882 49 516
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