Gratzer: Land NÖ zeigt offenbar kein Interesse an Nachnutzung der Ybbstalbahn
Radweg wird als Tourismuskonzept alleine nicht ausreichen
St. Pölten, (OTS/SPI) - Große Sorge äußert SPNÖ-Tourismussprecher
und Bürgermeister der Gemeinde Hollenstein LAbg. Ing. Franz Gratzer
über den aktuellen Erhaltungszustand der Ybbstalbahn. Zu
stiefmütterlich geht die Niederösterreichische
Verkehrsorganisationsgesellschaft derzeit mit den infrastrukturellen
Werten der eingestellten Bahnlinie um. "Erst kürzlich wurde altes
Wagenmaterial so rücksichtslos abtransportiert, dass Schäden an der
verbliebenen Bahninfrastruktur heute noch sichtbar sind. Fuhrwerkt
die NÖVOG so weiter, wird bald auch der letzte Funken Hoffnung, die
Ybbstalbahn in absehbarer Zeit als Tourismusstrecke nutzen zu können,
aus wirtschaftlichen Gründen der Vergangenheit angehören. Dies
einfach deshalb, weil sich keiner mehr die erheblichen Kosten für die
Instandsetzung der verursachten Beschädigungen leisten wird können",
kritisiert Gratzer das aktuelle Vorgehen der NÖVOG.
"Ein Radweg auf der ehemaligen Bahntrasse wird alleine nicht
ausreichen, um die Touristinnen und Touristen künftig in das Ybbstal
zu lotsen. Obwohl zuletzt aus Deutschland ernsthaftes Interesse an
der Weiterführung der Ybbstalbahn als Tourismusbahn gezeigt wurde,
spielen Pläne bei den zuständigen Verantwortlichen im Land keine
Rolle, welche Bahn, Radweg sowie die angebotenen Buslinien als
gemeinsame Chance für den Fremdenverkehr in der Region sehen. Für das
Ybbstal wäre aber hingegen gerade eine Nachnutzung in dieser Art und
Weise ein enormer Gewinn. Unglücklicherweise liegt aber die Vermutung
nahe, dass längst die Würfel in dieser Angelegenheit gefallen sind
und die Ybbstalbahn still und heimlich dem Verfall preisgegeben
wurde", so Gratzer.
(Schluss) ha
Mag. Anton Heinzl
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