- 20.05.2012, 12:18:00
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Caritas Internationalis-Neuordnung: Kein Einfluss auf Österreich
Wiener Caritasdirektor Landau zerstreut nach Treffen in Rom Bedenken, die Neuordnung könnte auch die österreichische Caritas betreffen
Wien-Rom, 20.05.12 (KAP) Die Anfang Mai vom Vatikan verfügte
Neuordnung der Caritas Internationalis (CI) - der Dachorganisation
von 165 nationalen Caritas-Verbänden - bleibt ohne Einfluss auf die
Arbeit der Caritas in Österreich. Das hat der Wiener Caritasdirektor
Michael Landau in einer Stellungnahme gegenüber "Kathpress"
unterstrichen. Landau war soeben von einem Treffen des
"Representative Council", des höchsten internen Leitungsorgans der
Caritas Internationalis in Rom zurückgekehrt, bei dem über die
Auswirkungen des jüngsten vatikanischen Erlasses auf Caritas-Arbeit
beraten wurde. Bei dem Treffen ist Landau u.a. in seiner Funktion
als Präsident der CI-Rechtskommission wiedergewählt worden.
Nach einem am 2. Mai veröffentlichten Erlass untersteht die Caritas
Internationalis künftig stärker als bisher der Aufsicht des Vatikan.
Der für die katholischen Hilfswerke zuständige Päpstliche Rat "Cor
Unum" und das vatikanische Staatsekretariat erhalten weitreichende
Kompetenzen in allen Angelegenheiten von Caritas Internationalis. So
müssen in Zukunft etwa Vereinbarungen mit
Nichtregierungsorganisationen und staatlichen Stellen sowie
finanzielle Transaktionen mit dem Vatikan abgestimmt werden.
Nachdem bereits der österreichische Caritas-Präsident Franz Küberl
in einer ersten Reaktion auf die Neuordnung jegliche Bedenken
zerstreut hat, dass sich für die konkrete Projektarbeit der Caritas
sowie für deren Spender etwas ändern könnte, bestätigte nun auch
Landau quasi "aus erster Hand": "Wir bleiben autonom". Bei den
Gesprächen in Rom habe sich vielmehr gezeigt, dass es das Anliegen
des Vatikans sei, "mehr Caritas in die Kirche zu bringen und nicht
umgekehrt". Dies sei "sehr positiv", so Landau gegenüber
"Kathpress", denn "Caritas ist nicht nur in der öffentlichen
Wahrnehmung eines der positiven Aushängeschilder der Kirche, sondern
untrennbarer Teil und Wesenszug der Kirche." Damit stärke die
vatikanische Entscheidung letztlich "unsere Position innerhalb der
Kirche".
Zugleich rief Landau alle Unterstützer der Caritas dazu auf, "auch
weiterhin unsere Arbeit mitzutragen". Die Finanzen würden weiterhin
auf nationaler und diözesaner Ebene geregelt, "und wir werden wie
bisher sorgsam darauf achten, dass jeder einzelne Euro sinnvoll für
Caritas-Hilfsprojekte eingesetzt wird", so der Wiener
Caritasdirektor.
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