- 20.05.2012, 09:00:30
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Mitterlehner: Internationale Kooperationen stärken Innovations-Standort Österreich
Innovative Forschungsprojekte mit österreichischer Beteiligung werden mit vier Millionen Euro aus dem transnationalen EU-Förderprogramm EUROSTARS unterstützt
Wien (OTS/BMWFJ) - Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner zieht
eine positive Bilanz der jüngsten zwei Ausschreibungsrunden des
Förderprogramms EUROSTARS: Mit Unterstützung der EU-Kommission können
zwölf neue österreichische Innovations-Projekte mit insgesamt vier
Millionen Euro unterstützt werden. "Durch gezielte internationale
Kooperationen wie bei Eurostars wird der Innovations-Standort
Österreich gestärkt und werden neue Wachstumsimpulse ausgelöst",
betont Mitterlehner. "Gerade für ein kleines Land wie Österreich ist
die Verknüpfung von Kompetenzen auch über Grenzen hinweg besonders
wichtig, um mit neuen Produkten nachhaltige Markterfolge zu
erzielen."
EUROSTARS ist eine gemeinsame Initiative der europäischen
Forschungsinitiative EUREKA und der EU-Kommission. Das transnationale
Förderprogramm, an dem 33 Länder teilnehmen, fokussiert auf
"forschungsintensive KMU" (mit mehr als zehn Prozent F&E-Anteil am
Umsatz oder mit mehr als zehn Prozent F&E-Anteil am Personal) als
Projektkoordinatoren und ist als "Initiative mehrerer
Mitgliedstaaten" gemäß Artikel 185 Lissabon Vertrag organisiert. Im
konkreten Fall stammen daher 75 Prozent der Fördermittel aus den
Mitgliedstaaten - in Österreich vom Wirtschaftsministerium, die
restlichen 25 Prozent werden seitens der EU als "Top-Up"
aufgeschlagen.
Bisher verläuft die Teilnahme Österreichs am Programm sehr gut:
Bezogen auf das von der EU abgerufene Fördervolumen liegt Österreich
nach sieben Ausschreibungen an neunter Stelle im EU-Vergleich. Im
neuen EU-Rahmenprogramm für Forschung und Innovation ab 2014,
"Horizon 2020", ist für die EUROSTARS-Initiative als zentrales
Instrument zur Unterstützung der transnationalen Forschungs- und
Innovationszusammenarbeit von KMU eine noch stärkere Rolle
vorgesehen.
Innovative Projekte: Von neuen Anti-Krebs-Wirkstoffen über
Herzklappen-Diagnostik bis zu Lasertechnologien und IKT
Im Projekt APTDETECT arbeitet die Veterinärmedizinische
Universität Wien mit Partnern aus Deutschland und Großbritannien an
der Entwicklung eines miniaturisierten Online-Biosensors, mit dessen
Hilfe Legionellen und Amöben schnell und verlässlich nachgewiesen
werden können.
Ziel des Projektes Foxy-5, bei dem ein österreichisches
pharm.-analyt. Laborunternehmen mit Partnern aus Schweden, GB,
Norwegen, Deutschland und Dänemark kooperiert, ist die Entwicklung
von Foxy-5 als neuem anti-metastatischen Wirkstoff gegen Krebs.
Das Projekt CARDIOMARKS, bei dem die Biomarker Design
Forschungsgesellschaft mbH mit französischen Partnern kooperiert,
befasst sich mit der Entwicklung von Diagnose- und Prognosemethoden
für Herzklappenerkrankungen. Das Forschungsunternehmen Argos
Zyklotron GmbH koordiniert ein weiteres Projekt, in dessen Rahmen ein
neues radiodiagnostisches Verfahren zum Nachweis von Apopteose
(Zelltod) entwickelt wird, das in der Onkologie Anwendung finden
wird.
Das österreichische Start-up Mi'pu'mi Games GmbH koordiniert das
Projekt D-Box, in dem eine interaktive mehrsprachige Anwendung für
Computerspiele entwickelt wird, die es den Anwender/-Innen
ermöglicht, miteinander zu kommunizieren und so zu kooperieren.
Partner sind Unternehmen und Forschungseinrichtungen aus Belgien, der
Schweiz und Deutschland.
Ebenfalls in aktuelle EUROSTARS-Projekte involviert sind
Forschungsinstitute wie das Photonik-Institut der TU Wien
(Forschungsthema Lasertechnologien) und das Austrian Institute of
Technology (Forschungsthema
Energietechnologien/Wechselspannungssimulator).
Für die Abwicklung des EUROSTARS-Programms ist im Auftrag des
Wirtschaftsministeriums die Forschungsförderungsgesellschaft (FFG)
zuständig.
Rückfragehinweis:
Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend Mag. Waltraud Kaserer Pressesprecherin des Ministers Tel.: +43 (01) 71100-5108 / Mobil: +43 664 813 18 34 mailto:[email protected] www.bmwfj.gv.at
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