• 20.05.2012, 08:00:31
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ORF III steht weiter im Zeichen des Dalai-Lama-Besuchs in Österreich

Am 21. Mai im Kultur- und Informations-Spartenkanal des ORF

Wien (OTS) - Anlässlich des neuntägigen Besuches des Dalai Lamas
in Österreich von 17. bis 26. Mai 2012 widmet sich ORF III Kultur und
Information am Montag, dem 21. Mai, in einem besonderen
Dokumentations-Schwerpunkt dem Heimatland des geistlichen Oberhauptes
der Tibeter. Im Hauptabend wird "Das Geheimnis der Sherpa" erforscht,
danach steht das Leid der tibetischen Bevölkerung unter der
chinesischen Besetzung im Mittelpunkt und abschließend begleitet ORF
III junge Tibeter auf ihrer Flucht ins indische Exil Dharamsala.

Doku.Zeit: "Das Geheimnis der Sherpa" (20.15 Uhr)

Es ist eines der größten Rätsel der Geschichte: Warum verließen die
Sherpa ihr fruchtbares Zuhause in Ost-Tibet und ließen sich in der
dürftigen Berggegend rund um den Mount Everest nieder? Waren sie von
religiösen Motiven geleitet und auf der Suche nach dem Paradies auf
Erden? Befanden sie sich gar auf der Flucht vor den Plünderungen der
Mongolen? Warum ist nichts in den alten Schriften des Klans
überliefert? Um klare Antworten auf unzählige offene Fragen liefern
zu können, hat Gertrude Reinisch die Spuren der "Menschen aus dem
Osten" zurück in ihre ursprüngliche Heimat verfolgt. "Das Geheimnis
der Sherpa" gewährt Einblicke in ein Gebiet, das zuvor noch kein
Fremder betreten durfte. Zum ersten Mal wurde Ausländern der Zutritt
gewährt. ORF III Kultur und Information zeigt die ersten
Filmaufnahmen, die dort entstanden sind. Eine unter extremen
klimatischen Bedingungen gedrehte Dokumentation, deren Filmmusik von
Hubert von Goisern komponiert wurde.

DokuMente: "Tibet - Geschichte einer Tragödie" (21.50 Uhr)

Im Anschluss stehen die jüngere Geschichte Tibets und das Leid der
tibetischen Bevölkerung unter der jahrzehntelangen chinesischen
Besetzung im Mittelpunkt. Im Jahr 1938 galt Tibet noch als ein Land,
das nach dem Modell einer Feudalherrschaft regierte: Die Macht lag
zum größten Teil in der Hand buddhistischer Mönche, an deren Spitze
der Dalai Lama, in einer ewigen Reinkarnation seines Vorgängers,
stand. Über Jahrhunderte konnte das Land am Himalaya seine kulturelle
und politische Unabhängigkeit bewahren, bis der damalige
Staatspräsident Chinas, Mao Tse-tung, die Tibeter drängte, sich von
ihrem feudalen Herrschaftssystem zu befreien.
Der Einmarsch chinesischer Truppen in Tibet im Jahr 1950 war der
Beginn von Unterdrückung, Massaker und Vernichtung des tibetischen
Volkes. Mehr als eine Million Tibeter sind der chinesischen
Besatzungspolitik bisher zum Opfer gefallen - mehr als ein Sechstel
der Bevölkerung. Mit einer außergewöhnlichen Sammlung an
Archivmaterial erzählt der Film die "Geschichte einer Tragödie" und
die Geschichte des 14. Dalai Lamas, die untrennbar mit dem Schicksal
Tibets verbunden ist: Tenzin Gyatso lebt im indischen Exil Dharamsala
und kämpft seit den Unruhen ohne jeglichen Gebrauch von Gewalt für
die Freiheit seines Landes, wofür ihm im Jahr 1989 der
Friedensnobelpreis verliehen wurde.

DokuMente: "Flucht über den Himalaya - Tibets Kinder auf dem Weg ins
Exil" (22.45 Uhr)

Als Leidtragende der chinesischen Besatzungspolitik in Tibet gelten
vor allem die Kinder des "Schneelandes": Sie können sich wegen der
hohen Schulgelder kaum noch Bildung leisten. Ungebildete Tibetaner
seien leichter zu unterdrücken, hofft man in Peking. Deren einziger
Ausweg führt in das indische Exil und dieser wiederum über den
Himalaya. In einer vielfach ausgezeichneten Dokumentation ging
Regisseurin Maria Blumencron einer dieser Gruppen von indischer Seite
aus mit einem Kamerateam entgegen. Auf fast 6.000 Meter Höhe
begegneten ihnen sechs Kinder, in Begleitung mehrerer Erwachsener:
Sie mussten ihren Eltern für immer Lebewohl sagen, da sie in ihrer
eigenen Heimat keine Chance auf Ausbildung haben. Ein berührender
Film über das Schicksal junger Tibeter.

Rückfragehinweis:
ORF-Pressestelle
Michael Krause
Tel.: (01) 87878 - DW 14702
http://presse.ORF.at

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