• 18.05.2012, 17:47:52
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Neues Volksblatt: "Transparenz" von Markus EBERT

Ausgabe vom 19. Mai 2012

Linz (OTS) - Auch wenn sich die Unterrichtsministerin das wünscht
- Geheimhaltung nämlich - und das zuständige Bundesinstitut für
Bildungsforschung betont, dass es weder Schul- noch
Bundesländerrankings geben soll, darf man getrost auf das Gegenteil
wetten. Die Ergebnisse der Bildungsstandard-Testung werden Stoff für
viele Diskussionen liefern, sie werden die Bildungsdebatte anheizen,
und sie werden dort, wo es nützt, selbstverständlich öffentlich
gemacht werden. Womit sich die Frage stellt, ob man mit den
Ergebnisse nicht von vorherein anders verfährt, denn dann sind
wenigstens alle Spekulationen vom Tisch.
Natürlich muss man hintanhalten, dass jemand an den Pranger gestellt
wird. Aber Benchmarking ist mittlerweile eine Selbstverständlichkeit
geworden und bereitet beispielsweise Österreich im internationalen
Hochschulvergleich alle Jahre wieder keine besonders erfreulichen
Ergebnisse (auch wenn das sehr unterschiedliche Gründe hat).
Jetzt, wo Transparenz in aller Munde ist - von der
Transparenzdatenbank bis hin zur Parteienförderung -, sollte sich
auch Frau Schmied einen Ruck geben. Schließlich sollte man durchaus
wissen, wie die Neue Mittelschule im Vergleich so liegt, oder wo
Direktoren gegenüber Lehrern Interventionsmöglichkeiten brauchen oder
ob einfach das Geld gut eingesetzt ist.

Rückfragehinweis:
Neues Volksblatt, Chefredaktion
Tel.: 0732/7606 DW 782
mailto:[email protected]
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