• 18.05.2012, 15:08:58
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"Heimat, fremde Heimat" am 20. Mai: Steine der Erinnerung

Wien (OTS) - Lakis Jordanopoulos präsentiert in "Heimat, fremde
Heimat" am Sonntag, dem 20. Mai 2012, um 13.30 Uhr in ORF 2 folgende
Beiträge:

Steine der Erinnerung

"Es ist für mich so, als hätten meine Großeltern nun endlich einen
Grabstein bekommen", sagt Barbara Zeisl, deren Eltern 1938 die Flucht
aus Wien in die USA gelang und deren Großeltern direkt vor ihrem
Wohnhaus in der Heinestraße 42 verschleppt und im Konzentrationslager
ermordet wurden. "Steine der Erinnerung" ist eine seit 2005
bestehende Initiative eines kleinen Vereins, der es sich zur Aufgabe
gesetzt hat, den Opfern der nationalsozialistischen
Konzentrationslager dort zu gedenken, wo sie gewaltsam
abtransportiert wurden - mit schlichten Messingtafeln, auf denen der
Name und die Kurzbeschreibung der Schicksale dieser Menschen zu lesen
sind. Als am 13. Mai 150 weitere sogenannte "Steine der Erinnerung"
gewürdigt wurden, kamen Angehörige aus den USA, England und Israel
nach Wien und begaben sich auf einen "Weg der Erinnerung durch die
Leopoldstadt". Ronald Vaughan berichtet.

Exilkambodschaner

Rund 3.000 Kambodschaner flüchteten in den 1970er Jahren vor dem
gefürchteten Roten-Khmer-Regime nach Österreich. Beinahe zwei
Millionen Menschen kamen damals unter der Herrschaft Pol Pots ums
Leben. Erst 30 Jahre später nahm das Rote-Khmer-Tribunal seine Arbeit
auf. Damit begann die Auseinandersetzung mit einer schmerzvollen
Vergangenheit. Die austro-amerikanische Regisseurin Susanne
Brandstätter zeigt in ihrem Film "The Future's Past", der derzeit in
den Kinos läuft, eine Konfrontation der kambodschanischen Jugend von
heute mit der erschreckenden Realität der Elterngeneration. Ein Film,
der auch den in Österreich lebenden Exilkambodschanern ans Herz geht.
Ein Beitrag von Carola Mair.

Amina Dagi - Vom Flüchtlingskind zur Miss Austria

Als achtjähriges Mädchen ließ Amina Dagi mit ihrer Mutter und ihrem
Bruder aus politischen Gründen das nordkaukasische Dagestan hinter
sich, um in Österreich eine neue Heimat zu finden. Neun Jahre später
wird sie zur schönsten Frau des Landes gekürt - zur "Miss Austria".
Ihre Zielstrebigkeit und ihren Ehrgeiz hat Amina Dagi bereits in der
Schule bewiesen: Sie erhielt ein Stipendium, das an engagierte und
begabte Schüler/innen mit Migrationshintergrund vergeben wird, und
hilft im Rahmen dieses Stipendiums Volksschulkindern beim Lesen. Aber
auch ihren neuen Aufgaben als "Miss Austria" und als Model sieht
Amina Dagi optimistisch und selbstbewusst entgegen. Tatjana
Koren-Zwitter berichtet.

"Heimat, fremde Heimat" ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage als
Video-on-Demand abrufbar und wird auch als Live-Stream auf der
ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) angeboten.

Rückfragehinweis:
ORF-Pressestelle
Karin Wögerer
Tel.: (01) 87878 - DW 12913
http://presse.ORF.at

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