- 18.05.2012, 12:33:53
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Investitionen in frühkindliche Bildung lohnen sich
Landertshammer: Frühförderung wichtig für wirtschaftliche Zukunft Österreichs und für Verbesserung der Berufschancen nachwachsender Generationen
Wien (OTS/PWK326) - "Früh übt sich, wer ein Meister werden
will" lautet ein Sprichwort, das auch in der bildungspolitischen
Debatte Gültigkeit hat. "Dafür sollte aber jeder Mensch am Anfang
seiner Bildungslaufbahn ähnliche Startchancen bekommen", sagt Michael
Landertshammer, Leiter der Abteilung für Bildungspolitik in der
Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ). Denn eine gute Betreuung und
Förderung der Kleinsten legt den Grundstein für deren späteren Erfolg
in Schule und Beruf. Landertshammer: "Klar ist, was am Lebensanfang
versäumt oder vernachlässigt wird, lässt sich später nur in Grenzen
und mit hohem Aufwand ausgleichen." Dies werde durch die Tatsache,
dass für bestimmte Lernschritte so genannte Zeitfenster existieren,
bestätigt.
"Der Vorschlag von Staatssekretär Sebastian Kurz, auch ein zweites
Kindergartenjahr verpflichtend einzuführen, findet daher unsere
Unterstützung. Wir gehen sogar noch einen Schritt weiter und sind
davon überzeugt, dass Vorschulbildung noch weit mehr sein muss, als
Deutschunterricht für Kinder mit Sprachdefiziten", betont
Landertshammer. Allen Kindern soll eine optimale Förderung nach ihren
Stärken und Fähigkeiten zuteilwerden.
Viele Betriebe beklagen teilweise große Defizite der Schulabgänger
in Allgemeinbildung, mündlicher und schriftlicher Ausdrucksfähigkeit
sowie in den Grundqualifikationen Rechnen, Schreiben und Lesen. Dies
führt dazu, dass eine Reihe von Ausbildungsplätzen aufgrund
mangelnder Qualifikationen der Bewerber nicht oder nur schwer besetzt
werden können. Für den Staat lohnen sich daher trotz anfangs hoher
Kosten die Investitionen in die frühkindliche Bildung. Der gemessene
Nutzen basiert langfristig auf den höheren
Sozialversicherungseinnahmen, Steuereinnahmen und dem höheren
Lebensarbeitszeiteinkommen. "Eine gute und quantitativ ausreichende
Frühförderung ist daher eines der zentralen Elemente für die
wirtschaftliche Zukunft Österreichs und die Verbesserung der
Berufschancen nachwachsender Generationen", so Landertshammer
abschließend. (BS)
Rückfragehinweis:
Abteilung für Bildungspolitik Prof. Dr. Michael Landertshammer Telefon: +43 (0)5 90 900 3573 E-Mail: [email protected] Internet: http://wko.at/bildung Mag. Petra Duhm Telefon: +43 (0)5 90 900 4017 E-Mail: [email protected]
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