• 18.05.2012, 12:09:47
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BZÖ-Grosz kritisiert Bundespräsident Fischer wegen Haltung zu Dalai Lama Besuch

Präsidentschaftskanzlei fürchtet offenbar um das wöchentliche "Frühlingsrollen-Deputat" aus der chinesischen Botschaft

Graz/Wien (OTS) - Heftige Kritik an Bundespräsident Heinz Fischer
übte heute BZÖ-Menschenrechtssprecher Abg. Gerald Grosz. "Es ist eine
einzigartige Frechheit und Peinlichkeit zugleich, dass sich der
Bundespräsident geschickt jeder Begegnung mit dem Oberhaupt der
Tibeter entzieht. Der Dalai Lama ist nicht nur
Friedensnobelpreisträger, sondern auch anerkanntes Oberhaupt einer
anerkannten Religionsgemeinschaft und ist daher durch die
Staatsspitze auch respektvoll und würdig zu empfangen. Offenbar
fürchtet sich Fischer davor, dass ihm die chinesische Botschaft das
wöchentliche Frühlingsrollen-Deputat entzieht. Der Bundespräsident
zeigt damit einmal mehr, dass der "Häusl-Vergleich" des verstorbenen
Bruno Kreisky doch keine Legende ist", so Grosz.

Auch Bundeskanzler Werner Faymann erntet Kritik. "Die Vorgangsweise,
den Dalai Lama quasi zufällig gemeinsam mit dem Wiener Erzbischof
Kardinal Christoph Schönborn zu treffen, mag zwar protokollarisch
pfiffig sein, zeugt aber auch von mangelndem Rückgrat. Noch ist
Österreich keine Sektion der chinesischen KP. Aber was will man sich
von einer österreichischen Außenpolitik anderes erwarten, die zu
Menschenrechtsverletzungen weltweit ständig schweigt, die
Christenverfolgung im Nahen Osten stillschweigend duldet und selbst
vor einer offiziellen Begegnung mit einem Friedensnobelpreisträger
anscheinend die Hosen voll hat!", so Grosz.

Rückfragehinweis:
Pressereferat Parlamentsklub des BZÖ

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