- 18.05.2012, 11:29:33
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ORF III mit einem Dalai-Lama-Porträt und Plácido Domingo in "Cavalleria rusticana" und "Der Bajazzo"
Am 19. und 20. Mai im Kultur- und Informations-Spartenkanal des ORF
Wien (OTS) - ORF III Kultur und Information erinnert am Samstag,
dem 19. Mai 2012, anlässlich des neuntägigen Österreichbesuchs des
Dalai Lamas (nähere Infos zu den zahlreichen ORF-Sendungen unter
presse.ORF.at), an dessen Rücktritt von seiner Funktion als
politisches Oberhaupt der Tibeter vor einem Jahr und beleuchtet
dessen Kampf für ein freies Tibet. Im Hauptabend startet ORF III im
Rahmen der zehnteiligen Dokumentationsreihe "Alltag unterm
Hakenkreuz" die Reportage-Trilogie "Mit der Kamera an der Ostfront"
und zeigt eindringliche Kriegsaufnahmen des jungen Soldaten Götz
Hirt-Reger.
Am Sonntag, dem 20. Mai, stellt ORF III Kultur und Information den
unvergleichbaren Plácido Domingo in den Mittelpunkt und lässt die
Karriere des Startenors Revue passieren, bevor er in "Cavalleria
rusticana" und "Der Bajazzo" das Publikum begeistert.
Samstag, 19. Mai 2012
Unser Österreich: "Land der Berge: Dalai Lama - Ein König tritt
zurück" (19.25 Uhr)
Um nur mehr als geistliches Oberhaupt aller Tibeter angesehen zu
werden, trat Tenzin Gyatso, der 14. Dalai Lama, im April 2011 von
seiner Funktion als politischer Führer der tibetischen Exilregierung
im indischen Dharamsala zurück. Als dessen Nachfolger haben die
Tibeter Lobsang Sangay, der bereits im Exil geboren wurde,
auserkoren. Anlässlich des neuntägigen Österreich-Aufenthalts des
Dalai Lamas vom 17. bis 26. Mai 2012 beleuchtet ORF III Kultur und
Information in einem beeindruckenden "Land der Berge"-Porträt das
einerseits ereignisreiche und andererseits enttäuschende Leben des
Gottkönigs. Bereits als Fünfähriger wurde Tenzin Gyatso als 14. Dalai
Lama inthronisiert und im Alter von 15 Jahren übernahm er die volle
Macht als tibetisches Staatsoberhaupt.
zeit.geschichte: "Alltag unterm Hakenkreuz: Mit der Kamera an der
Ostfront 1/3" (20.15 Uhr)
Ein pompöser Massenaufmarsch der NSDAP, ein Meer aus
Hakenkreuzflaggen oder eine Weihnachtsfeier im Kreise der Familie:
spannende Motive mussten Amateurfilmer in den 30er Jahren in
Deutschland nicht lange suchen. Das erkannte auch der im Jahr 1920
geborenen Leipziger Götz Hirt-Reger. Wie zahlreiche andere Jungen
seiner Generation wurde er zum Reichsarbeitsdienst, dann zur
Grundausbildung bei der Wehrmacht und schließlich als Soldat an die
Ostfront geschickt. Seine Erlebnisse im besetzten Polen und beim
grausamen Vernichtungskrieg gegen die Sowjetunion hielt der erst
21-Jährige mit seiner Kamera fest - unzensiert und aus der Sicht
eines einfachen Soldaten. Mittlerweile zählen Hirt-Regers
Kriegsvideos zu den wichtigsten Filmquellen aus den Jahren des
Zweiten Weltkrieges. "Mit der Kamera an der Ostfront 1/3" ist der
Auftakt einer außergewöhnlichen Reportage-Trilogie, die im Rahmen der
von Friedrich von Thuns präsentierten Dokumentationsreihe "Alltag
unterm Hakenkreuz" in den Mittelpunkt gestellt werden. ORF III Kultur
und Information gewährt damit authentische Einblicke in die Zeit des
Nationalsozialismus.
zeit.geschichte: "Alltag unterm Hakenkreuz: Mit der Kamera an der
Ostfront 2/3" (21.05 Uhr)
Danach zeigt ORF III Kultur und Information den mittlerweile
22-jährigen Götz Hirt-Reger an der Ostfront, wo er im Winter 1942/43
als Filmberichterstatter stationiert wurde. Rund 3.000 solcher
Reporter waren im Zweiten Weltkrieg auf deutscher Seite im Einsatz.
Eingebettet in die kämpfenden Truppen drehten sie im Auftrag des
nationalsozialistischen Propagandaministeriums an vorderster Front
und lieferten Bilder für die "Deutsche Wochenschau". Im Gepäck hatte
Hirt-Reger aber nicht nur seine offizielle Filmausrüstung, sondern
auch seine private Kamera. Damit dokumentierte er in eindringlichen
Bildern Tod und Verwüstung, das Leid der Zivilbevölkerung sowie den
Alltag der deutschen Soldaten.
Kult.reloaded: "Das Zeitventil: Das aktuelle Fernsehbrettl" (21.55
Uhr)
Fernsehlegenden wie Gerhard Bronner, Rudi Schippel und Eva Pilz
zeigen, dass sie nicht nur einen g'sunden Schmäh besitzen, sondern
auch über sich selbst lachen können. Wenn Kurt Sobotka und Peter
Frick auf einem Baum sitzend darüber diskutieren, ob ein Bademeister
schwimmen können muss, Wienerlieder von A bis Z erklingen, ein
Streifzug durch die Schulkultur anhand des Geschichtsunterrichts
veranschaulicht wird und eine Parodie über österreichische
Wurstqualität die Lachmuskeln anheizt, blickt ORF III Kultur und
Information durch "Das Zeitventil".
Sonntag, 20. Mai 2012
Erlebnis.Bühne-Künstlerporträt: "Unsterblicher Plácido" (19.15 Uhr)
Er gilt als einer der vielseitigsten Tenöre weltweit und feierte im
Jänner des vergangenen Jahres seinen 70. Geburtstag: Plácido Domingo
verbrachte seine Kindheit ab dem neunten Lebensjahr in Mexiko.
Bereits im Alter von 18 Jahren debütierte er in einer kleinen Rolle
in Giuseppe Verdis "Rigoletto", zwei Jahre später brillierte er
bereits als Alfredo in Verdis "La Traviata". Seine internationale
Karriere begann im Jahr 1966 mit einem erfolgreichen Auftritt an der
New York City Opera. Seither begeistert er an allen großen
Opernhäusern und -festspielen der Welt.
Unvergleichbaren Ruhm erlangte er neben José Carreras und Luciano
Pavarotti auch als einer der "Drei Tenöre". Derzeit ist er als
künstlerischer Leiter der Opernhäuser in Washington und Los Angeles
tätig und dirigiert regelmäßig u. a. an der Wiener Staatsoper sowie
am Theater an der Wien. Mit unvergesslichen Einspielungen und
Opernaufnahmen lässt Regisseurin Karina Fibich die Karriere des
Startenors Revue passieren. ORF III Kultur und Information zeigt ein
"Erlebnis.Bühne"-Künstlerporträt über einen außergewöhnlichen
Publikumsliebling.
Erlebnis.Bühne mit Barbara Rett: "Cavalleria rusticana" (20.15 Uhr)
Im Hauptabend begleitet Barbara Rett den Startenor in ein
sizilianisches Dorf. Pietro Mascagnis "Cavalleria rusticana" erzählt
von den Gefühlen zwischen Santuzza und ihrem Geliebten Turiddu. Warum
sich die leidenschaftliche Liebe der beiden am Ostermorgen in
leidenschaftlichen Hass verwandelt und ob Turiddu das Duell gegen
Alfio überlebt, verraten in den Hauptrollen Elena Obraztsova, Plácido
Domingo und Renato Bruson. Die Uraufführung fand am 17. Mai 1890 in
Rom statt. ORF III Kultur und Information zeigt die Verfilmung der
veristischen Oper unter dem Dirigat von Georges Prêtre und der Regie
von Franco Zeffirelli.
Erlebnis.Bühne mit Barbara Rett: "Der Bajazzo" (21.30 Uhr)
Danach begeistert Plácido Domingo an der Seite der kanadischen
Sopranistin Teresa Stratas in Ruggero Leoncavallos berühmtester Oper.
ORF-III-Kulturmoderatorin Barbara Rett präsentiert "Der Bajazzo" und
erläutert im Vorfeld Hintergründe zum Werk und Schaffen des
Künstlers. Das Stück wurde vor 120 Jahren in Mailand uraufgeführt und
ist Leoncavallos einziges Werk, das bis heute als Teil des
Standard-Opernrepertoires gilt. Nach "Cavalleria rusticana" wurde
"Der Bajazzo" als zweite große Oper des Verismo gefeiert. Sie bringt
die Gefühle des einfachen Volkes auf die Bühne und erzählt eine
Geschichte von Liebe, Tod und Leidenschaft. Unter dem Dirigat von
Georges Prêtre und der Regie von Franco Zeffirelli brillieren Plácido
Domingo, Teresa Stratas, Juan Pons, Alberto Rinaldi und Florindo
Andreolli.
Rückfragehinweis:
ORF-Pressestelle
Michael Krause
Tel.: (01) 87878 - DW 14702
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