- 18.05.2012, 11:00:32
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BMWF und BMASK: Gemeinsame Finanzierung europäischer Forschungsinfrastrukturen im Bereich der Sozialwissenschaften
Ressortübereinkommen der beiden Ministerien zur Finanzierung von SHARE und ESS - hochwertige sozialwissenschaftliche Datenbestände
Wien (OTS) - Die gemeinsame Finanzierung von europäischen
Forschungsinfrastrukturen im Bereich der Sozialwissenschaften durch
das Wissenschafts- und Forschungsministerium (BMWF) und das
Sozialministerium (BMASK) "stärkt den Forschungsstandort und sichert
die Beteiligung Österreichs an den europäischen
Forschungsinfrastrukturen im Bereich der Sozialwissenschaften.
Österreich kann damit auf hochwertige sozialwissenschaftliche
Datenbestände zurückgreifen", so Wissenschafts- und
Forschungsminister Dr. Karlheinz Töchterle und Sozialminister Rudolf
Hundstorfer. Konkret handelt es sich um einen gemeinsamen
Finanzierungsrahmen der beiden Ministerien bis 2016 für die beiden
Projekte SHARE (Survey of Health, Ageing and Retirement in Europe)
und ESS (European Social Survey).
Es handelt sich dabei um zwei der wichtigsten und qualitativ
hochwertigsten Datenquellen in Europa für Forschung in den Bereichen
demografischer Wandel, Lebensqualität, Beschäftigung, Gesundheit und
sich wandelnde Lebenseinstellungen. Neben der Dokumentation von
international vergleichbaren forschungsrelevanten Daten wird in
beiden Projekten kontinuierlich auch an der Weiterentwicklung von
methodischen Standards der quantitativen Sozialforschung gearbeitet.
Das Sozialministerium fördert dabei den gesellschaftspolitisch
relevanten Anteil der Forschungsinfrastrukturen, das Wissenschafts-
und Forschungsministerium den wissenschaftlichen Anteil. Die
Teilnahme an SHARE und ESS bringt einen nationalen Mehrwert für die
Forscherinnen und Forscher und eine Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit
des Forschungsstandorts Österreich durch den offenen Datenzugang zu
international vergleichbaren Daten und durch die Mitgestaltung
europäischer methodischer Standards in den Sozialwissenschaften. Es
ist weiters eine wichtige Maßnahme zur Internationalisierung der
österreichischen Forschungslandschaft im Bereich der
Sozialwissenschaften.
SHARE hat zum Ziel, die Lebensumstände und Gesundheit der Bevölkerung
im Alter von über 50 Jahren zu untersuchen. Es werden dabei jene
forschungsrelevanten Daten dokumentiert, die dazu beitragen, die
Interaktionen in den Bereichen Beschäftigung, Gesundheit und Alterung
besser analysieren und verstehen zu können. Somit wird durch
empirische Evidenz eine wichtige Grundlage für die effiziente und
innovative Gestaltung von Politikmaßnahmen geschaffen, die wiederum
zur erfolgreichen Anpassung an die sich verändernden demografischen
Strukturen beitragen. Das Projekt wurde von Forscher/innen für
Forscher/innen ins Leben gerufen, und erstreckt sich auf die
verschiedensten Wissenschaftsgebiete wie Ökonomie, Medizin und
Sozialwissenschaften. SHARE ist auch Teil der Roadmap des "European
Strategy Forum for Research Infrastructure" (ESFRI), die die großen
strategischen Forschungs-Infrastrukturprojekte der EU zusammenfasst.
Beim Europäischen Sozialen Survey (ESS) handelt es sich um einen
zentralen Datenbestand zu den sozialen und politischen Werten und
Standpunkten der Bevölkerung. Die Erhebung wird im Abstand von zwei
Jahren in praktisch allen EU-Ländern und weiteren europäischen
Staaten wie Norwegen und der Schweiz durchgeführt.
SHARE und ESS sind zwei qualitativ hochwertige Quellen für
vergleichende Länderanalysen in den Bereichen Lebensbedingungen,
Lebensqualität und soziale Einstellungen. Sie bieten eine wertvolle
Grundlage für die Vorbereitung und Evaluierung von politischen
Maßnahmen. Darüber hinaus wird kontinuierlich an der methodischen
Weiterentwicklung der quantitativen Sozialforschung gearbeitet.
Rückfragehinweis:
Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung Minoritenplatz 5, 1014 Wien Pressesprecherin: Mag. Elisabeth Grabenweger Tel.: +43 1 531 20-9014 mailto: [email protected] www.bmwf.gv.at Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz Stubenring 1, 1010 Wien Pressesprecherin: Mag. Elisabeth Kern Tel.: +43 1 711 00-2247 mailto: [email protected] www.bmask.gv.at
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