• 18.05.2012, 10:55:10
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CARE zum G8-Gipfel: Hungerkrise im Sahel muss Top-Thema sein!

Neuesten Erhebungen zufolge benötigen mehr als 18 Millionen Menschen in Westafrika dringend Hilfe

Wien (OTS) - Zum heutigen Auftakt des G8-Gipfels im
amerikanischen Camp David weist die Hilfsorganisation CARE auf einen
neuen Bericht des "Food Crisis Prevention Networks" hin, der vor
einer dramatischen Verschlechterung der Situation in der Sahelzone
warnt. Inzwischen benötigen dort über 18 Millionen Menschen
Nahrungsmittelhilfe.

Ab heute diskutieren die Staats- und Regierungschefs der G8-Staaten
im amerikanischen Camp David über langfristige Strategien gegen
Hungerkrisen auf dem afrikanischen Kontinent. CARE fordert die
Regierungen angesichts der neuen Informationen aus Westafrika dazu
auf, die Sahelzone in den Mittelpunkt ihrer Besprechungen zu stellen
und dafür zu sorgen, dass den Worten schnellstmöglich Taten folgen.

Der Bericht ist auf der Grundlage von Daten erstellt worden, die vor
Ort tätige Hilfsorganisationen erhoben haben und ordnet die Regionen
in fünf Phasen ein. Die Daten zeigen eine dramatische Entwicklung:
Bereits im März hat ein Großteil der Bevölkerung aller Staaten im
westlichen Sahel ein "kritisches" Level von Hunger erreicht, die
dritte Phase. Einige Teile Malis und Mauretaniens seien bereits in
Phase vier ("extrem") und näherten sich der fünften "katastrophalen"
Phase. Bald werden auch die bevölkerungsreichen Regionen des Niger
ein kritisches Niveau von Nahrungsknappheit erreichen, ebenso wie
weite Teile des Tschad. Die Krise wird sich im Sommer noch
verschlimmern, denn die nächste Ernte wird nicht vor Oktober
erwartet. Zu geringe Niederschläge, Umweltschäden und Insektenplagen
hatten bereits der letzten Ernte schweren Schaden zugefügt,
zusätzlich leidet die Region seit einigen Monaten unter Konflikten,
politischer Instabilität und steigenden Nahrungsmittelpreisen.

CARE leistet im Tschad, Niger und in Mali Hilfe, wo 13,5 Millionen
Menschen von Hunger bedroht sind. U.a. verteilt die Hilfsorganisation
Nahrungsmittel und Bargeld an die am schlimmsten betroffenen
Haushalte, repariert Brunnen und Sanitäranlagen und führt
Cash-for-Work-Programme durch.
Der Bericht des Food Crisis Prevention Network kann hier
heruntergeladen werden:
http://www.care.org/emergency/niger-sahel-west-africa-food-crisis-hum
anitarian-aid/pdf/Sahel_Niger_Update.PDF

Who cares? CARE Spendenkonto PSK 1.236.000, BLZ 60.000,
SMS mit Spendenbetrag an 0676 800 7020
www.care.at

Rückfragehinweis:

CARE Österreich
   Mag. Angelika Gerstacker
   Referentin für Presse, Medien & Anwaltschaft
   Tel.: ++43 (0)1 7150715-52, 0664-88731425
   mailto:[email protected]
   www.care.at

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