- 18.05.2012, 09:58:30
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Klinische Forschung garantiert moderne und qualitätsvolle Medizin
Wien (OTS) - Die pharmazeutische Industrie zählt zu den
forschungsintensivsten Branchen, wobei der klinischen Forschung hohe
Bedeutung zukommt. Bis zur Zulassung eines Arzneimittels vergehen
durchschnittlich 12 Jahre, die Kosten für den Prozess betragen bis zu
1,5 Milliarden Euro. Die gesetzlichen Rahmenbedingungen für klinische
Studien sind in Österreich prinzipiell gut, der internationale
Wettbewerb wird jedoch immer härter. Besonders heikel ist das Thema
klinische Forschung bei Kindern.
Anlässlich des Tags der Klinischen Forschung, dem vom 18. bis 20.
Mai eine Schwerpunktveranstaltung in Wien gewidmet wird, zeigt auch
die Pharmig den Beitrag der pharmazeutischen Industrie zur modernen
und qualitätsvollen Versorgung der österreichischen Bevölkerung mit
Arzneimitteln. Die europäische Pharma- und Biotechindustrie ist die
führende Branche bei Investitionen in Forschung und Entwicklung. Mit
15,9 Prozent des Umsatzes liegt sie z.B. deutlich vor der
zweitplatzierten Branche "Software & Computersysteme". Bei der
Erforschung und Entwicklung eines neuen Medikaments, die in
verschiedenen Phasen verläuft, entstehen Kosten bis zu 1,5 Milliarden
Euro. Die Phase der Klinischen Studien schlägt dabei mit 58,9 Prozent
der Kosten zu Buche.
Damit Österreich im harten internationalen Wettbewerb weiterhin
bestehen kann, sind Planbarkeit, transparente und schlanke
gesetzliche Rahmenbedingungen und kurze Entscheidungsfristen durch
die Administration wichtige Parameter. Bei letzterem hat Österreich
eine gute Position inne: "Die Zeitspanne, in der klinische Prüfungen
von Behörden und Ethikkommissionen beurteilt werden, ist in
Österreich mit 35 Tagen relativ kurz. In anderen EU-Ländern dauert
das im Schnitt 60 Tage", erklärt Dr. Jan Oliver Huber,
Generalsekretär der Pharmig. Nachholbedarf besteht aber immer noch in
der Finanzierung durch die öffentliche Hand und bei der Koordination
von klinischen Studien.
Auf diesen Umstand wies Huber bereits im März anlässlich einer
Diskussion zum aktuellen Thema der klinischen Forschung bei Kindern
hin. Es brauche ein gesellschaftspolitisches Grundverständnis, dass
Studien an Kindern notwendig und wichtig sind, so Huber. Eine
Erhöhung der Zahl jener Medikamente, die explizit auch für Kinder
zugelassen sind, kann nur mit klinischer Forschung erreicht werden.
Für die effiziente Durchführung von Studien mit Kindern ist ein
Kinderforschungsnetzwerk in Planung. Die Pharmig ist in die
Konzeption eingebunden.
"Eine solche Koordinationsstelle bedeutet kürzere
Genehmigungsdauern, transparentere Prozesse, vor allem aber einen
leichteren Einschluss von Patienten in Studien. Aus der Sicht der
Industrie kann damit außerdem die systematische und konsequente
Zentrumsselektion realisiert werden, die unumgänglich ist, um die
internationale Konkurrenzfähigkeit zu erhalten", betont Huber
abschließend.
Über die Pharmig: Die Pharmig ist die freiwillige
Interessenvertretung der österreichischen Pharmaindustrie. Derzeit
hat der Verband 120 Mitglieder (Stand Jänner 2012), die den
Medikamenten-Markt zu fast 100 Prozent abdecken. Die
Mitgliedsunternehmen der Pharmig bieten Arbeitsplätze für ca. 10.000
Beschäftigte.
Rückfragehinweis:
Pharmig - Verband der pharmazeutischen Industrie Österreichs
Communication & PR, Mag. Barbara Grohs
Tel. 01/40 60 290-20
[email protected]
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