• 17.05.2012, 09:10:30
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StR Ludwig: Mehrfach ausgezeichnetes Passivhaus überzeugt mit Lebensraumkonzept für BewohnerInnen jeden Alters

Tag der offenen Tür und Übergabe des Wohnprojekts "generationen:wohnen am mühlgrund" in Wien-Donaustadt

Wien (OTS) - Der Anteil an älteren Menschen in der Bevölkerung
nimmt erfreulicherweise zu. Wohnen im fortgeschrittenen Lebensalter
gewinnt damit zunehmend an Bedeutung. Im Rahmen des vom
wohnfonds_wien ausgelobten Bauträgerwettbewerbs "generationen:wohnen
am mühlgrund" sollten Wohnformen entwickelt werden, die Rücksicht
auf die Wohnbedürfnisse von SeniorInnen nehmen und das Zusammenleben
zwischen den Generationen stärken. Der Bauträger BUWOG ging mit einem
von ARTEC Architekten geplanten Wohnprojekt in Passivhaustechnologie
als einer der drei Sieger hervor. Die 54 gefördert errichteten
Wohneinheiten - 18 davon mit Superförderung - sowie eine vom Wiener
Samariterbund betreute SeniorInnen-Wohngemeinschaft für acht Personen
wurden kürzlich bezogen.
Wohnbaustadtrat Michael Ludwig, BUWOG-Geschäftsführer Gerhard
Schuster sowie Oliver Löhlein, Landesgeschäftsführer Samariterbund
Wien, übergaben gestern, Mittwoch, im Rahmen eines Festes dieses
innovative Wohnprojekt in der Donaustädter Mühlgrundgasse 3 offiziell
seinen BewohnerInnen. Darüber hinaus konnten interessierte
BesucherInnen die Senioren-WG besichtigen. ****

"In verschiedenen Lebensaltern haben Menschen unterschiedliche
Wohnbedürfnisse, die dennoch alle unter einem Dach Platz finden
sollen. Denn das Zusammenleben von jungen und älteren Menschen stärkt
den sozialen Zusammenhalt und das harmonische Miteinander und
steigert die Lebens- und Wohnqualität aller Bewohnerinnen und
Bewohner. Generationenübergreifendes Wohnen ist einer der
Schwerpunkte im geförderten Wiener Wohnbau. Eine Reihe von
Wohnprojekten, die sich diesem Thema verstärkt angenommen haben,
wurde bereits erfolgreich realisiert. Dieses qualitätsvolle Projekt
überzeugt durch barrierefreie Gestaltung, die dem gemeinschaftlichen
Zusammenleben aller Generationen dient, ebenso wie durch den
ökologisch hohen Standard durch Passivhaustechnologie. Das schont das
Klima und die Mieterinnen und Mieter profitieren durch geringe
Heizkosten", hielt Wohnbaustadtrat Michael Ludwig fest.

"Zum ,Glücklich Wohnen' gehört nicht nur eine schöne, funktionelle
und leistbare Wohnung, sondern auch ein soziales Umfeld, in dem man
sich wohlfühlt. Das Fest für die Bewohnerinnen und Bewohner ist eine
gute Gelegenheit für ein erstes Kennenlernen der neuen Nachbarn und
damit ein wichtiger Beitrag dazu, dass sich unsere Mieter und
Wohnungseigentümer in ihrer neuen Umgebung rasch zu Hause fühlen",
erklärte BUWOG-Geschäftsführer Gerhard Schuster.

Generationenübergreifendes Miteinander im Wohnhaus mit
"vertikalem Garten"

Neben Geschoßwohnungen befinden sich im Dachgeschoß auch
Maisonetten. Aufgrund variabler Gestaltungsmöglichkeiten konnten hier
unterschiedliche Familiensituationen berücksichtigt werden. Die
Wohnungen sind mit zwei bis vier Zimmern ausgestattet und variieren
zwischen 66 bis 136 m2. Um Wohnen und Arbeiten bestmöglich
miteinander verbinden zu können, sind einige Wohneinheiten im ersten
Stock mit Büro- oder Atelierräumlichkeiten ausgestattet.

Als private Freiflächen stehen den BewohnerInnen nach Süden
orientierte Loggien oder Dachterrassen zur Verfügung. Auch allgemeine
Freiräume und Gemeinschaftseinrichtungen wurden unter dem Aspekt des
generationenübergreifenden Wohnens geplant.

Die auf rd. 400 m2 großzügig angelegte Wohngemeinschaft für acht
SeniorInnen befindet sich im ersten Stock. Auf die Bedürfnisse der
BewohnerInnen wird unter anderem mit umfassend barrierefreier
Ausstattung Rücksicht genommen. So gehören etwa pflegebetttaugliche
Türen, höhenangepasste Schalter, Knöpfe, Briefkästen und
barrierefreie Zugänge zu allen Allgemeinbereichen im Haus zur
Standardausstattung. Die sonnendurchfluteten Einzelzimmer mit
Badezimmer sind zwischen 23 und 28 m2 groß. Dazu kommt ein großer
Aufenthaltsbereich mit Wohnküche und Terrasse. Die Betreuung der
Wohngemeinschaft übernimmt ein Team aus Heimhilfen, Pflegehilfen und
diplomiertem Krankenpflegepersonal des Wiener Samariterbundes.

"Für viele ältere Menschen wird die eigene Wohnung zur Belastung
und sie können und wollen nicht mehr allein leben. Ich denke, die
Senioren-WG ist das Modell der Zukunft. Hier haben die älteren
Menschen sowohl Möglichkeit zur Kommunikation als auch zum Rückzug in
ihre Privaträume. Sie können sich untereinander austauschen und
gegenseitig unterstützen, gleichzeitig aber auch eigenständig leben
und ihren Tagesablauf sowie das Ausmaß der Betreuung durch das
Fachpersonal selbst bestimmen", erklärte Oliver Löhlein,
Landesgeschäftsführer des Samariterbundes Wien.

Gestalterisches Highlight ist ein "vertikaler Garten", der sich
über vier Stockwerke erstreckt. Die mehr als 1.000 Pflanzen sind in
frei hängenden Pflanztrögen untergebracht. Diese grüne Oase wird
durch die unmittelbar darüber befindliche begrünte Dachterrasse
ergänzt. Sie ist mittels eines Aufzugs stiegenfrei erreichbar und
kann ebenfalls gemeinschaftlich genutzt werden.

Ökologisch ausgezeichnetes, qualitätsvolles und erschwingliches
Wohnen im Passivhaus

Technisch setzt das Wohnhaus im Passivhausstandard vor allem im
Hinblick auf Klimaschutz und Energieeffizienz Maßstäbe. Gegenüber
herkömmlichen Bauweisen wird der Heizenergiebedarf um mehr als 80
Prozent reduziert. Das Gebäude am Mühlgrund wurde mit dem klima:aktiv
Gütesiegel ausgezeichnet und hat auch die TQB (Total Quality
Buidling) Auszeichnung des ÖGNB (Österreichische Gesellschaft für
Nachhaltiges Bauen) erhalten.

Die monatliche Miete beträgt durchschnittlich 7,06 Euro/m2 inkl.
Ust + Betriebskosten. Für die 18 supergeförderten Wohnungen betrug
der Baukostenbeitrag 62 Euro/m2. Für die geförderten Mietwohnungen
mit Kaufoption waren Eigenmittel in Höhe von 407 Euro/m2
erforderlich.

Bei Gesamtbaukosten von rd. 9,1 Mio. Euro wurde die Errichtung
dieses Projekts mit 3,7 Mio. Euro aus Mitteln der Wiener
Wohnbauförderung unterstützt. Die Wohngemeinschaft fördert der Fonds
Soziales Wien aus Mitteln der Stadt Wien. (Schluss) kau

Rückfragehinweis:

Christian Kaufmann
   Mediensprecher Wohnbaustadtrat Michael Ludwig
   Tel.: 01/4000-81277
   mailto:[email protected]
   
   Thomas Brey
   BUWOG Pressestelle, c/o Lustig & Brey
   Tel.: 01/233 01 23-15
   E-Mail: [email protected]
   
   Martina Vitek
   Presse und Öffentlichkeitsarbeit
   Arbeiter-Samariter-Bund Österreichs 
   Tel.: 01 891 45-227 oder 0664/3582386
   E-Mail: [email protected]

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