- 16.05.2012, 15:38:16
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Bayr: Müttersterblichkeit laut UNFPA weltweit halbiert
"Internationale Ziele zur Senkung der Müttersterblichkeit trotzdem noch in weiter Ferne"
Wien (OTS/SK) - Laut der heute, Mittwoch, erschienen Studie des
UN-Bevölkerungsfonds UNFPA, hat sich die Zahl der Frauen, die
aufgrund von Komplikationen während der Schwangerschaft oder der
Geburt sterben, in den vergangenen 20 Jahren weltweit nahezu
halbiert. Im Jahr 1990 starben 543.000 Frauen. Bis 2012 konnte die
Zahl auf 287.000 Frauen verringert werden. Petra Bayr,
SPÖ-Bereichssprecherin für globale Entwicklung, betrachtet die Zahlen
dennoch zwiespältig: "Trotz der Senkung der Todesfälle um 47 Prozent,
stirbt den Angaben des UNFPA zufolge immer noch fast alle zwei
Minuten eine Frau im Kindbett." Damit seien die internationalen Ziele
zur Senkung der Müttersterblichkeit noch in weiter Ferne, so Bayr
weiter. ****
Die Österreichische Gesellschaft für Familienplanung (ÖGF) ist
langjähriger Partner von UNFPA und begrüßt die Entwicklungen, es
bestehe jedoch immer noch großer Handlungsbedarf: "Das Risiko der
Müttersterblichkeit ist immer noch stark regional gebunden. Eine
Frau, die in Afrika südlich der Sahara schwanger ist, hat ein Risiko
von 1 zu 39, dass sie während der Geburt stirbt. Im Vergleich dazu
besteht eine Gefahr von 1 zu 2.400 in den USA und in Schweden 1 zu
14.100. Leider ist im Afrika südlich der Sahara nur ein geringer
Erfolg zu verzeichnen", so Johanna Marquardt, Projektkoordinatorin
der ÖGF, Bereich Internationales. Petra Bayr ergänzt: "Die Halbierung
der Müttersterblichkeit darf nur als Anfang gewertet werden. Immer
noch sterben täglich 800 Frauen und 80 Prozent der Todesfälle wären
durch medizinische Fürsorge vermeidbar. Für diese Frauen setzten wir
uns bei der Initiative Mutternacht, die erst letzten Freitag
stattgefunden hat, ein."
Die häufigsten Todesursachen im Kindbett sind Infektionen und schwere
Blutungen. Hinzu kommen unsachgemäß ausgeführte Abtreibungen, die
eine Schwangerschaft für tausende Frauen zum tödlichen Risiko machen.
99 Prozent der Todesfälle kommen in Entwicklungsländern vor.
(Schluss) sc/sv
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Tel.: 01/53427-275
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