- 16.05.2012, 15:36:11
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Kontroverse zur e-Medikation wieder aufgerollt!
Wien (OTS) - Im Morgenjournal des 12.05.2012 äußerte sich HR.Dr.
Bachinger mit seiner Stellungnahme pro-ELGA kontroversiell zur
Stellung der Ärzteschaft!
Um es wiederholt auf drei Punkte zu bringen:
1. Bezüglich der e-Medikation verfügen die Ärzte auf ihren
Computern bereits seit Jahren über die gleiche
Medikamentensoftware, die HR. Bachinger in der e-Medikation
jetzt als neue Qualitätserhöhung und unerhörten Fortschritt
anpreisen möchte. Dieses Werkzeug wird von uns im Sinne von
Hilfsbefunden genutzt.
2. Das "Neue" besteht darin, dass der Hauptverband über die
Verordnungsdatenbank in die medizinischen
Verschreibungsüberlegungen eingreifen und auf ärztliche
Entscheidungen einwirken kann. Auf diese Weise bleibt wohl die
medizinische Verantwortung bei der Ärzteschaft, während
medizinische Laien, wie Dr. Bachinger, Vertreter von
Wirtschaftsinteressen und politische Kräfte den Therapierahmen
der Mediziner abstecken können. Laien mit außermedizinischen
Interessen wollen also Sachverständigen den Weg weisen.
3. Die Patienten müssen darüber aufgeklärt werden, dass ihre durch
e-Medikation gesteuerte Behandlung nun nicht mehr ausschließlich
medizinischen Interessen folgt, sondern ein Spielball von
Ökonomie und Politik wird.Das in den Pilotprojekten zur e-Medikation verwendete
Wechselwirkungsprogramm hat zwischen fast allen Medikamenten
Ausschließungsgründe aufgezeigt. Auf diese Weise würden die Patienten
gar nicht mehr zu den Medikamenten kommen, die für sie notwendig
sind. Herr Dr. Bachinger soll den einen angeblich vermiedenen
Todesfall gegenrechnen mit den Todesfällen, die zu erwarten sind,
wenn die Patienten nicht mehr zu ihren notwendigen Medikamenten (mit
marginalen Nebenwirkungen) kommen.
Zur Sorge vor Transparenz: Selbstverständlich lassen wir uns
nichts von medizinfremden Personen dreinreden! Nicht umsonst sind
Vertrauenspersonen, wie Ärzte, vor zu viel Durchsichtigkeit geschützt
- Geheimhaltung ist das Wesen dieser Berufsgruppe!
Das Betätigungsfeld von Ärzten, die nach langem akademischem
Studium zu medizinischen Sachverständigen ausgebildet wurden, ist zu
komplex, um es populistischen Intentionen zu überlassen.
Abschließend noch einmal unser Standpunkt:
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