- 16.05.2012, 14:19:59
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Jakob Auer: Politik der lockeren Hand rächt sich eines Tages
Obmann des Budgetausschusses warnt vor weiteren Krisenherden in Europa
Wien (OTS/ÖVP-PK) - Die dramatischen Entwicklungen in Europa
zeigen, dass die großen Fehler nicht in Zeiten der Krise, sondern in
anderen Zeiten gemacht werden. Die Politik der lockeren Hand rächt
sich eines Tages, wie man am Beispiel Griechenland sehen kann. Das
sagte heute, Mittwoch der Obmann des Budgetausschusses, Abg. Jakob
Auer in seinem Debattenbeitrag zur EU-Finanzjahresvorschau 2012.
Griechenland ist das erste Opfer der Finanzkrise. "Aber wir vergessen
bei der Dramatik gerne, dass auch andere Länder Schwierigkeiten
haben", erinnert Jakob Auer an den rapiden Anstieg der Schulden etwa
in Ländern wie Japan und den USA, aber auch die schwierige
Budgetsituation in Portugal, Italien, Spanien und England. "Wenn die
Verschuldensquote über die 100-Prozent-Marke tritt, ist eine
Refinanzierung, wie man an Griechenland sieht, schwierig", pocht der
Budgetausschuss-Obmann auf die Solidarität in Europa. "Denn nicht nur
Griechenland ist in dieser Situation. Mehr Sorgen machen mir Spanien
und Italien."
Der Wohlstand in Österreich hängt wesentlich von den Exportleistungen
der heimischen Wirtschaft ab. "Daher sollten wir nicht immer groß ins
Jammern ausbrechen", erinnert Auer an die heimischen
Wirtschaftsleistungen. Österreichs Wirtschaft wächst stärker als im
Euroraum. Außerdem ist die österreichische Regierung einen anderen
Weg gegangen. Das Sparpaket hat die Staatsverschuldung deutlich
eingebremst. Anstelle des veranschlagten Defizits von 3,9 Prozent des
BIP konnte ein Ergebnis von 2,6 Prozent des BIP erreicht werden. Das
ist deutlich unter dem Maastricht-Kriterium von drei Prozent.
"Wir können daher durchaus auch ein wenig stolz sein auf die
Regierung, die Unternehmen und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
in unserem Land, die dazu beigetragen haben, dass die
Steuerleistungen gestiegen sind", verweist Auer auf die Tatsache,
dass die Zinsen für Staatsanleihen auf einem Rekordtief liegen. Für
Zehn-Jahres-Anleihen liegen sie auf einem Tiefststand von unter 2,5
Prozent. Im Vergleich zu Jahresbeginn und vor dem Reformpaket waren
3,44 Prozent zu zahlen, für fünfjährige Anleihen sind nur mehr 1,73
Prozent zu zahlen. "Die heimische Finanzpolitik ist daher durchaus
herzeigbar", so Auer abschließend.
(Schluss)
Rückfragehinweis:
Pressestelle des ÖVP-Parlamentsklubs
Tel.: 01/40110/4436
http://www.oevpklub.at
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