• 16.05.2012, 13:31:46
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LR Ragger: Mehr Geldmittel der Bundesregierung für Schulsozialarbeiter

Vereinheitlichung des Jugendwohlfahrtgesetztes muss im Vordergrund stehen

Klagenfurt (OTS/LPD) - Aufgrund der aktuellen Diskussion rund um
das Thema des Lehrerdienstrechtes meldete sich heute, Mittwoch,
Sozialreferent LR Christian Ragger zu Wort: "Ich erlebe immer wieder,
dass in vielen Schulen große Ratlosigkeit vorherrscht, wie man mit
verhaltensauffälligen Kindern umgehen soll. Derzeit können über 100
Kinder in Kärnten nicht in den Schulklassen belassen werden. Es
mussten eigene "Time-out"-Klassen eingerichtet werden, in denen
Lehrer mit Sozialpädagogen unterrichten", teilte Ragger mit.

Wie der Sozialreferent weiters ausführte sei Kärnten im Bereich
der Schulsozialarbeiter, die bei Problemen jeder Art helfen, sei es
bei Konflikten im Elternhaus, bei Konflikten der Schüler
untereinander oder bei Schwierigkeiten mit Lehren, ein Vorreiter.
"Aufgrund der positiven Erfahrungen muss der Bereich der
Schulsozialarbeit weiter schrittweise ausgebaut werden. Ich werde
mich vehement dafür einsetzen, dass von Seiten des Bundes mehr
finanzielle Mittel bereitgestellt werden", sagte Ragger. In Finnland
werde dieses Modell bereits jahrelang geübt, es hat sich dort auch
massiv bewährt.

Im Vordergrund steht für Ragger auch die Vereinheitlichung des
Jugendwohlfahrtsgesetzes. Die wesentliche Aufgabe der Jugendwohlfahrt
ist es, Familien bei ihren Erziehungsaufgaben zu unterstützen und
dafür ein umfassendes Serviceangebot zu bieten. Wo die
Erziehungsberechtigten das Wohl ihrer Kinder nicht gewährleisten
können- wie es oft bei Gewalt an Kindern passiert- ist die
öffentliche Jugendwohlfahrt im Interesse der Kinder zum Eingreifen
verpflichtet. Ziele und Aufgaben sind im Kärntner
Jugendwohlfahrtsgesetz enthalten.

Die geplante Novellierung des entsprechenden Bundesgesetzes, die
schon Jahre in Anspruch nehme, sei vom Familienminister endgültig
fertigzubringen. "Es kann nicht sein, dass der Bund sich nicht an den
dadurch verursachten Mehrkosten beteiligt, deswegen gibt es auch noch
Widerstand aus einigen Bundesländern wie der Steiermark oder
Oberösterreich. Der Schutz unserer Kinder muss dem Bund etwas wert
sein", so Ragger.
(Schluss)

Rückfragehinweis:
Kärntner Landesregierung, Landespressedienst
Tel.: 05- 0536-10201
http://www.ktn.gv.at

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