OTS0101   16. Mai 2012, 11:25

Öllinger: Pensionskassen leiden an Multiorganversagen

Grüne fordern gesicherte Pensionsvorsorge nach dem Modell der Bundesschatzscheine


"Der Patient Pensionskassensystem leidet an
Multiorganversagen, aber die Regierung begnügt sich mit einer
Maniküre. Auf der Strecke bleiben die Menschen, deren veranlagtes
Geld immer weniger wird", kritisiert Karl Öllinger, Sozialsprecher
der Grünen. "Die heute im Nationalrat beschlossenen Änderungen für
Pensionskassen lösen kein einziges Problem der Betroffenen."

Statt kosmetischer Korrekturen am völlig desaströsen
Pensionskassensystem fordert Öllinger die Regierung auf, endlich mit
klaren Transparenzregelungen und einer gesetzlichen
Gebührenobergrenze Licht in das undurchschaubare Dickicht der
Pensionskassen zu bringen: "Vor allem muss es den Menschen ermöglicht
werden, ohne weitere Verluste aus der Mogelpackung Pensionskassen
aussteigen zu können."
Die Grünen fordern eine gesetzliche Begrenzung der Gesamtkosten für
die Versicherten. Auf diese Weise müssen die Verlustmacher selbst für
die von ihnen verursachten Verluste einstehen.

"Wir müssen aber generell aus diesen unfairen Zockersystemen
aussteigen", fordert Öllinger. "Hier werden Gewinne aus der
Pensionsvorsorge bei Banken, Versicherungen und Kassen privatisiert
und gleichzeitig Verluste bei den Versicherten und den
SteuerzahlerInnen abgeladen. Wir brauchen eine gesicherte
Pensionsvorsorge nach dem Modell der Bundesschatzscheine, die den
Menschen eine sichere Pensionsvorsorge und der Republik niedrigere
Zinsen als am Kapitalmarkt ermöglicht."

OTS-Originaltext Presseaussendung unter ausschließlicher inhaltlicher Verantwortung des Aussenders.
OTS0101 2012-05-16 11:25 161125 Mai 12 FMB0004 0202



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