- 16.05.2012, 08:37:04
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LH Wallner gegen Einführung einer Miliz-Prämie
"Keine Zweiklassengesellschaft beim ehrenamtlichen Katastropheneinsatz schaffen"
Bregenz (OTS/VLK) - Das Bundesheer will freiwilligen
Milizpionieren für Katastropheneinsätze künftig 5.000 Euro
Jahresprämie bezahlen. Landeshauptmann Markus Wallner wendet sich
gegen diesen Plan des Verteidigungsministeriums: Damit werde eine
Zweiklassengesellschaft beim ehrenamtlichen Engagement geschaffen, so
Wallner.
Auch wenn die beiden neuen Miliz-Pionierkompanien nicht in
Vorarlberg eingerichtet werden - Standorte sind in Salzburg und
Niederösterreich - ist die Signalwirkung aus Sicht des Landes
negativ. "Viele Vorarlbergerinnen und Vorarlberger leisten
großartigen ehrenamtlichen Einsatz", betont Landeshauptmann Wallner,
"wenn jetzt für die gleiche Leistung im Katastropheneinsatz für die
eine Gruppe Prämien ausgezahlt werden sollen, ist das einfach nicht
erklärbar."
Allein im Land Vorarlberg sind rund 8.000 freiwillige
Feuerwehrleute - österreichweit 240.000 - unentgeltlich und rund um
die Uhr einsatzbereit. Und dieses flächendeckende Ehrenamt im Dienst
des Gemeinwohls sei nun durch die Bezahlung von Freiwilligen beim
Militär in Gefahr, führte Wallner aus.
Ob Hochwasser, Lawinen oder Sturmschäden: Das Bundesheer ist für
alle Einsatzkräfte - ob ehrenamtlich (wie Feuerwehren, Wasser- und
Bergrettung) oder professionell (wie Polizei) - in Österreich eine
stets willkommene Verstärkung im Katastrophenfall. Dass dort aber für
den gleichen Einsatz von Fachkräften künftig eine Prämie bezahlt
werden soll, das könne er seinen Feuerwehrleuten beim besten Willen
nicht erklären, sagt Landesfeuerwehrkommandant Hubert Vetter: "Unsere
Mitglieder sind Tag für Tag 24 Stunden in Bereitschaft. Die bekommen
nichts vom Staat."
Insgesamt 230 Soldatinnen und Soldaten werden beim neuen
Freiwilligen-Modell des Heeres für den Katastrophenfall gegen
Bezahlung verpflichtet. Die beiden neuen Miliz-Pionier-Kompanien
sollen ab Herbst in Niederösterreich und in Salzburg stationiert
werden.
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