- 15.05.2012, 15:16:00
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Erfolgreicher Einsatz von technischen Präventivmaßnahmen zur Abschreckung der "Bankomatkriminalität"
Zur Prävention und Bekämpfung der "Bankomatenkriminalität" hat das Bundeskriminalamt am 1. Juni 2011 eine temporäre, nationale Sonderkommission eingerichtet
Wien (OTS) - Seit 1. Jänner 2010 bis heute erfolgten 74 Angriffe
auf Bankomaten in Österreich und davon wiederum konnten bis jetzt 27
Taten geklärt werden (vier in Wien, neun in Niederösterreich, sieben
in Oberösterreich und in der Steiermark und je eine Klärung in
Vorarlberg und im Burgenland). Durch die 16 ermittelnden
Kriminalbeamten der SOKO wurden 29 Beschuldigte namentlich
ausgeforscht und 23 davon festgenommen. Die Ermittler arbeiten hier
eng mit nationalen und internationalen Sicherheitsbehörden zusammen,
denn Angriffe auf Bankomaten stellen ein europaweites
kriminalpolizeiliches Phänomen dar: Derzeit werden laut Europol
Frankreich, Spanien und Portugal massiv von Tätergruppen
"heimgesucht". Da diese Tätergruppen europaweit agieren, werden
sämtliche Tatortspuren (DNA, Fingerabdruckspuren, Werkzeugspuren
usw.) und Daten der Täter europaweit abgeklärt. Extra dafür wurde bei
Europol ein Kommunikations- und Analysetool, das sogenannte
"Operation ATM" errichtet.
In Österreich wurden 2010 29 Delikte, davon zwölf Versuche, und 2011
25, davon 14 Versuche verübt, in diesem Jahr gab es bis heute 20
Angriffe, davon 16 Versuche. Die Tatzeiten lagen zumeist an
Wochenenden zwischen 00.00 und 04.00 Uhr.
Die Täter gehen dabei immer mit roher Gewalt vor: Die Geräte werden
aus der Verankerung gerissen, abtransportiert und dann geöffnet oder
vor Ort aufgeschnitten bzw. aufgebrochen,aufgeschweißt oder
aufgesprengt. Besonders wichtig sind bei diesen Delikten präventive
Maßnahmen durch die Geldautomaten-Aufsteller, wie z.B.: bauliche
Maßnahmen, die ein Herausreißen wesentlich erschweren und als sehr
wirksames Mittel haben sich die Vorrichtungen zur Vernichtung des
Bargeldes durch technische Maßnahmen (Farbbomben oder ähnliches)
gezeigt.
Dazu der Direktor des Bundeskriminalamtes General Franz Lang:" Wie
der gestrige Fall bei einem Wiener Geldinstitut zeigt, haben
zielgenaue technische Maßnahmen dieses Institutes enorme Wirkung. Wir
von der Polizei wünschen uns eine flächendeckende Anwendung dieser
Technik, dann wird - wie in einzelnen anderen europäischen Ländern -
diese Kriminalitätsform ausgemerzt sein".
Rückfragehinweis:
Bundeskriminalamt Mario Hejl, BSc Pressesprecher Tel.: +43(0)664 614 37 44 mailto:[email protected] www.bundeskriminalamt.at
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