• 15.05.2012, 15:06:18
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Industrie: Ressortübergreifende Cyber-Security-Strategie wichtiger Schritt

IV-Vize-GS Koren: Auch heimische Wirtschaft von Cyber-Kriminalität betroffen - Intensivierung von Koordination und Informationsaustausch aller Stakeholder nötig

Wien (OTS/PdI) - Der heutige Schulterschluss der Bundesregierung
zur Erarbeitung einer ressortübergreifenden Österreichischen
Strategie zur Cyber-Sicherheit sei als "erster Schritt in die
richtige Richtung vorbehaltlos zu begrüßen", wie der
Vize-Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV), Mag. Peter
Koren, heute, Dienstag, betonte. "Der geschätzte jährliche Schaden
durch Wirtschafts- und Industriespionage bzw. Cyber-Angriffe für die
österreichische Wirtschaft beträgt hochgerechnet 880 Mio. Euro pro
Jahr. Die Dunkelziffer ist aber wohl weitaus höher: Experten gehen
von einem jährlichen Schaden von bis zu 3 Mrd. Euro aus", so Koren.
Viele Unternehmen wüssten oft nicht einmal, dass sie Opfer eines
Angriffs geworden seien. Hier gelte es unbedingt das Bewusstsein in
Unternehmen, aber auch bei der Exekutive zu schärfen. "Gerade viele
heimische Unternehmen reüssieren am Weltmarkt durch Nischenlösungen
im High-Tech-Bereich. Umso wichtiger ist gerade bei uns der Schutz
von geistigem Eigentum und technischen Innovationen."

Die Gewährleistung von Sicherheit im Cyber-Raum, die Durchsetzung
von Recht und der Schutz kritischer Infrastrukturen erfordere ein
hohes Engagement aller Beteiligten, mahnte der Vize-Generalsekretär:
"Aufgrund der verteilten Verantwortung von Staat, Wirtschaft und
Gesellschaft wird eine Cyber-Sicherheitsstrategie nur dann
erfolgreich sein, wenn alle Akteure gemeinsam und partnerschaftlich
ihre Aufgaben wahrnehmen. Dies erfordert die weitere Intensivierung
des Informationsaustausches und der Koordinierung unter Einbindung
aller relevanten Stakeholder." Ein wichtiger Meilenstein könne hier
die gestern vom Bundesministerium für Inneres gemeinsam mit dem KSÖ
(Kuratorium Sicheres Österreich) präsentierte finale Analyse zur
Cyber-Risikomatrix für Österreich sein. Nicht zuletzt wurde auf
Anregung der Industriellenvereinigung ein vertiefender
Stakeholderdialog mit den betroffenen Unternehmen geführt, um diese
Risiko-Matrix zu vertiefen. "Diese Themen sind für unsere Unternehmen
von zentraler Bedeutung. Die Bereitschaft der österreichischen
Industrie zu aktiver Mitarbeit an konstruktiven Lösungen in diesem
Bereich ist und bleibt daher ungebrochen", wie Koren festhielt.

Rückfragehinweis:
IV-Newsroom
Tel.: +43 (1) 711 35-2306
mailto:[email protected]
www.iv-net.at/medien

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