• 15.05.2012, 12:36:55
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Weltweit größte Klimt-Sammlung im Wien Museum

Wien (OTS) - Das Wien Museum am Karlsplatz zeigt von 16. Mai bis
16. September 2012 die größte und wohl auch vielfältigste
Klimt-Sammlung der Welt. Diese Ausstellung ist "kein Best of" sondern
ein "alles Zeigen", wie Wolfgang Kos, Direktor des Wien Museums und
Ursula Storch, Kuratorin der Ausstellung, heute, Dienstag, bei einer
Pressekonferenz erklärten. Diese Sammlung wurde noch nie komplett
gezeigt und der 150. Geburtstag Klimts sei nun der richtige Anlass,
dies nachzuholen. Es handelt sich somit um eine Ausstellung ohne eine
einzige Leihgabe.

Die Sammlung ist über die Jahre hin durch Schenkungen und Ankäufe
gewachsen, in ihr findet sich praktisch alles was mit Klimt zu tun
hat. Neben Kostbarkeiten wie acht Ölgemälden, Hunderten Zeichnungen
und Egon Schieles Zeichnung von Klimt am Totenbett zeigt die Schau
auch eine Reihe von Secessionsplakaten, Fotos von Gustav Klimt,
seinen typischen blauen Malkittel oder "Kitsch" aus dem
Souvenirladen.

Das wahrscheinlich berühmteste und auch kostbarste Gemälde des
Museums ist das Porträt der Emilie Flöge, das die Klimt-Sammlung seit
1921 bereichert. Ähnlich bekannt: das Ölgemälde der Pallas Athene. Es
ist eines der am häufigsten angefragten Objekte als Leihgabe. Einen
enormen Zuwachs bekam die Sammlung 1944 als Klimts Schwägerin,
Franziska Klimt, 273 Zeichnungen des Künstlers der Gemeinde Wien
vermachte. Heute besitzt das Wien Museum rund 411 Zeichnungen Klimts.
Durch diese Menge und den nicht unbegrenzten Raum des Museums werden
die Bilder in enger Hängung präsentiert, was einen besonderen
Raumeindruck bietet. Auch auf die Beschriftung wurde verzichtet,
diese "Text-Pletschn" würden auch die Zartheit mancher Zeichnungen
stören, so Kos. Um sich dennoch zurecht zu finden, gibt es ein
kleines Buch, das die BesucherInnen durch die nummerierte Ausstellung
führt.

Neben den Werken Klimts werden auch Merchandising Produkte gezeigt,
darunter Tassen, Kugelschreiber oder eine Krawatte. Im Rahmen der
Facebook-Aktion "Worst of Klimt" wurden von Usern aus aller Welt dazu
Skurrilitäten gepostet - zum "The best of the Worst of Klimt" wurde
ein reich geschmücktes Ei gekürt, in dessen Inneren sich eine
plastische Reproduktion des Kusses befindet - auch dieses Ei findet
sich in der Sammlung wieder. So stellt die Ausstellung auch
provokante Fragen zum heutigen Umgang mit Klimt, ob unkritische
Verehrung oder hemmungslose Verkitschung.

Ausstellung von 16. Mai bis 16. September 2012 im Wien Museum (4.,
Karlsplatz). Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag und Feiertag: 10.00
- 18.00 Uhr. Telefon: 505 87 47, Eintritt 6 Euro. Ermäßigungen,
Preise für Führungen und weitere Informationen sowie Pressefotos auf
www.wienmuseum.at. (schluss) tai

Rückfragehinweis:

PID-Rathauskorrespondenz:
   www.wien.gv.at/rk/
   Ina Taxacher
   Presse- und Informationsdienst der Stadt Wien (MA 53)
   Telefon: 01 4000-81084
   E-Mail: [email protected]

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