- 15.05.2012, 11:35:31
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1.000 neue Jobs für Arbeitsuchende in Wien
Von der Ausbildung zum Job im zukunftsträchtigen Pflege- und Sozialbereich - rund 500 Stellen sind noch frei
Wien (OTS) - Auch wenn die Beschäftigung kontinuierlich wächst:
die Lage am Wiener Arbeitsmarkt ist nach wie vor schwierig, die Krise
ist nicht vorüber. Genau deshalb lässt Wien bei der Unterstützung der
Menschen nicht nach.
Im Jahr 2012 stehen in der kommunalen Arbeitsmarktpolitik die
Qualifizierung und Weiterbildung, die Unterstützung Jugendlicher
durch die Wiener Ausbildungsgarantie und die Forcierung der
Ausbildung in zukunftsträchtigen Berufen weiterhin im Zentrum der
Aufmerksamkeit. Durch Implacement-Stiftungen und die Wiener
Ausbildungsgarantie gelingt es auch, Arbeitssuchenden und jungen
Menschen konkrete Angebote zu machen.
"Im Jahr 2012 suchen wir verstärkt Menschen im Pflege- und
Sozialbereich und im Bereich öffentlicher Personennahverkehr, aber es
gilt auch, jungen Menschen eine Perspektive zu geben, wenn sie ihre
Schulpflicht beendet haben", fasst Vizebürgermeisterin Renate Brauner
die Angebote für Arbeitssuchende zusammen.
"Gerade in Bereichen, in denen die Menschen die Auswirkungen der
internationalen Finanzkrise spüren, bieten wir als Stadt
Unterstützung und Hilfestellung an. Am Arbeitsmarkt gelingt das
konkret, indem wir Arbeitsuchenden die Möglichkeit geben, sich mit
der Aussicht auf einen fixen Job in zukunftsträchtigen Bereichen
weiterbilden zu lassen. Jungen Menschen können wir mit der
Ausbildungsgarantie - und heuer mit 2.000 neuen Plätzen in den
überbetrieblichen Lehrwerkstätten - eine Perspektive für die Zukunft
geben, was in Zeiten wie diesen besonders wichtig ist", so Brauner
weiter.
Erfolgsformel Jobs inklusive Ausbildung
Der Wiener ArbeitnehmerInnen Förderungsfonds (waff) bietet seit
2003 arbeitsuchenden Wienerinnen und Wienern die Möglichkeit, Jobs im
Pflege- und Sozialbereich zu bekommen, indem sie die dafür
notwendigen Qualifikationen vor Jobantritt erwerben. Das heißt, die
neuen MitarbeiterInnen erhalten eine qualitativ hochwertige
Fachausbildung und kennen dabei ihren späteren Arbeitgeber in der
Regel bereits vor Ausbildungsbeginn.
Das Angebot funktioniert folgendermaßen: Interessierte WienerInnen,
die arbeitslos sind oder deren Dienstverhältnis bald endet, können
sich beim waff Personalfinder bewerben und durchlaufen anschließend
ein mehrstufiges Auswahlverfahren. Dabei werden die persönliche
Eignung und Motivation getestet. Nach dem Auswahlprozess erwerben die
neuen MitarbeiterInnen in einer fachspezifischen Ausbildung vor
Beginn des Dienstverhältnisses die für den Arbeitsplatz nötigen
Kenntnisse.
Der waff und die späteren Arbeitgeber tragen die
Ausbildungskosten. Das AMS Wien finanziert die Kosten der
Lebenshaltung während der Ausbildung. Wer also das Auswahlverfahren
durchläuft und in die Ausbildung aufgenommen wird, hat bereits einen
Job in der Tasche oder beste Aussichten bei Unternehmen, die laufend
qualifizierte MitarbeiterInnen suchen und mit dem waff
zusammenarbeiten. Über 500 WienerInnen sind heuer bereits in die
Ausbildung eingetreten bzw. werden diese in Kürze beginnen. Insgesamt
stellt der waff 2012 dafür über eine Millionen Euro an Fördermitteln
zur Verfügung.
Im Jahr 2012 können über dieses Angebot 1.039 WienerInnen mit
einer Ausbildung im Pflege- und Sozialbereich starten. Für rund 500
Ausbildungsplätze gibt es heuer noch Bewerbungsmöglichkeiten. Aktuell
werden HeimhelferInnen und PflegehelferInnen gesucht. Für diplomierte
KrankenpflegerInnen gibt es ab Herbst die Möglichkeit zur Bewerbung.
"Mit diesem Angebot helfen wir gezielt mit, den Personalbedarf im
Sozial- und Pflegebereich zu decken und vor allem bieten wir
zahlreichen WienerInnen die Chance auf einen beruflichen Neustart",
betont auch Wiens Vizebürgermeisterin Wirtschaftsstadträtin Renate
Brauner.
Seit 2003 ist der waff mit seinen Angeboten im Pflege- und
Sozialbereich aktiv und konnte damit 2.900 WienerInnen wieder in
Beschäftigung bringen. Rund 800 Personen absolvieren derzeit eine
laufende Ausbildung, insgesamt sind seit 2003 rund 4.750 WienerInnen
in entsprechende Ausbildungen eingetreten.
Hintergrund: Jobmotor Pflege- und Sozialbereich Das Gesundheits- und Sozialwesen ist ständig im Wachsen begriffen. Trotz der Wirtschaftskrise gibt es in Wien sehr gute Jobperspektiven im Sozial- und Pflegebereich. Insbesondere durch die steigende Nachfrage nach professioneller Betreuung älterer Menschen entstehen Arbeitsplätze und Beschäftigungschancen. Allein in Wien arbeiten über 55.000 Personen in diesem Bereich. Seit 2000 ist die Zahl der Beschäftigten in dieser Branche jährlich durchschnittlich um sechs Prozent gewachsen. Innerhalb von zehn Jahren hat sich die Anzahl der Beschäftigten fast verdoppelt (2000: 28.579 Personen). Das kontinuierliche Jobwachstum setzte sich auch in den wirtschaftlich schwierigen vergangenen Jahren fort, allein von 2010 auf 2011 wuchs die Zahl der Beschäftigten um 1.200. Einen wichtigen Beitrag zur Sicherung der notwendigen Fachkräfte leistet das Angebot des waff in enger Kooperation mit dem AMS Wien im Pflege- und Sozialbereich. 1.000 neue Fachkräfte beginnen heuer mit Unterstützung des waff mit einer hochwertigen Ausbildung, die direkt zum neuen Job führt. Die Arbeitsplätze entstehen hier in den städtischen Spitälern, Pflegewohnhäusern und Geriatriezentren, in den PensionistInnenwohnhäusern sowie in den ambulanten und mobilen Diensten in Wien. Beschäftigungsmöglichkeiten entstehen auch zunehmend in der Hospizbetreuung und in SeniorInnenwohnanlagen. Der überwiegende Teil der ArbeitnehmerInnen sind Frauen.
80 neue MitarbeiterInnen für die Wiener Linien - der waff
unterstützt die Personalsuche im Personen- und Nahverkehr
Seit 2004 kooperiert der waff mit den Wiener Linien und übernimmt
die Personalsuche und -vorauswahl für Jobs inklusive Ausbildung. Im
Jahr 2012 werden insgesamt 76 StraßenbahnfahrerInnen,
U-BahnfahrerInnen sowie StationswartInnen gesucht. Auch in diesem
Fall werden die künftigen MitarbeiterInnen der Wiener Linien über
vorgeschaltete Ausbildungen in den Job qualifiziert. 2012 stehen noch
56 Jobangebote zur Verfügung. Das AMS Wien finanziert während der
Ausbildungen Leistungen zur Existenzsicherung.
Letzter Aufruf - jetzt Lehrstelle sichern - Kümmernummer
hilft!
Das Schuljahr neigt sich dem Ende zu - höchste Zeit für alle
angehenden Lehrlinge, sich für eine Lehrstelle zu bewerben, denn die
Wiener Betriebe sehen sich in der Regel bereits frühzeitig um
Lehrlinge um. Doch gibt es auch jetzt noch die Chance, insbesondere
bei kleineren Wiener Unternehmen Lehrstellen zu ergattern. Bei der
Kümmer-Nummer für Lehre und Beruf, die auf Initiative von
Vizebürgermeisterin Renate Brauner eingerichtet wurde, gibt es
Information und Beratung für all jene, die eine Lehrstelle suchen
bzw. nach dem Ende der Pflichtschule Hilfe und Unterstützung
benötigen. Der wichtigste Schritt, um gezielt unterstützt werden zu
können ist, sich beim AMS Jugendliche lehrstellensuchend zu melden.
"Wir haben für alle jungen WienerInnen entsprechende Angebote. Wer
noch keine Lehrstelle hat, soll rasch zum AMS Jugendliche kommen, nur
so können wir im Rahmen der Wiener Ausbildungsgarantie helfen. Wer
sich beraten lassen will: die Kümmer-Nummer für Lehre und Beruf hilft
bei der Suche nach Ausbildungsplätzen", betont Vizebürgermeisterin
Renate Brauner.
Für die jungen WienerInnen bestehen im Rahmen der Wiener
Ausbildungsgarantie verschiedene Optionen:
- Rund 4.500 Wiener Betriebe bilden Lehrlinge aus. Wenn auch die meisten Lehrstellen für das kommende Lehrjahr 2012/2013 bereits vergeben sind, gibt es immer noch die Möglichkeit, Lehrstellen zu ergattern. Informationen gibt es z.B. auch bei der Kümmer-Nummer 0800 20 20 22 bzw. unter www.kuemmer-nummer.at. - Wer trotz intensiver Suche keine betriebliche Lehrstelle findet, hat die Möglichkeit, die Lehrausbildung in einer sogenannten überbetrieblichen Lehrwerkstätte zu beginnen bzw. zu absolvieren. Ausgebildet wird in 30 unterschiedlichen Lehrberufen, um eine Chance auf diese Ausbildungsmöglichkeit zu haben, müssen sich die Jugendlichen beim AMS lehrstellensuchend melden. (AMS Jugendliche, 1060 Wien, Gumpendorfer Gürtel 2b, Tel. 87871-0). Das AMS und die Stadt Wien finanzieren rund 4.000 Lehrstellen, allein im Herbst starten geplante Ausbildungen für 2.000 junge WienerInnen. - Das Ende der Schulpflicht lässt Jugendliche oft ratlos zurück. Wie soll es weitergehen? Auch in diesem Fall gibt es verschiedene Beratungs- und Betreuungseinrichtungen. Die Kümmer-Nummer für Lehre und Beruf weiß weiter. Einfach kostenlos und anonym anrufen: 0800 20 20 22. Infos gibt es auch auf Facebook unter www.facebook.com/kuemmernummer. Service: Hier gibt es die Angebote Aktuelle Jobangebote sind auf www.personalfinder.at bzw. www.facebook.com/waff.personalfinder zu finden. Bei Interesse wenden Sie sich bitte an den waff unter 21748-777. Informationen für Lehrstellensuchende und zur Wiener Ausbildungsgarantie gibt es kostenlos und anonym bei der Kümmer-Nummer 0800 20 20 22 bzw. unter www.kuemmer-nummer.at oder unter www.facebook.com/kuemmernummer. Für alle, die über einen neuen Job nachdenken, im Beruf weiterkommen wollen oder aber auch für jene, die unsicher sind, wie sie ihren aktuellen Arbeitsplatz absichern können oder sich Sorgen über ihre berufliche Zukunft machen, gibt es das Wiener Info-Telefon für Beruf und Weiterbildung. Dort gibt es Information,Orientierung und Unterstützung zu allen Fragen rund um Beruf, Weiterbildung, Förderung, Jobchancen, Arbeitsuche etc. Das Infotelefon für Beruf und Weiterbildung ist werktags von 9 bis 16 Uhr (Freitag von 9 bis 15 Uhr) unter 0800 86 86 86 zu erreichen.
Rückfragehinweis:
Heike Hromatka-Reithofer Mediensprecherin Vizebürgermeisterin Renate Brauner Tel.: 01/4000-81219 E-Mail: [email protected] Klaus Kienesberger Mediensprecher Wiener ArbeitnehmerInnen Förderungsfonds Tel.: 01/217 48-318 E-Mail: [email protected]
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