- 15.05.2012, 10:43:13
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Zielfahndungserfolg des Bundeskriminalamts: International gesuchter Räuber in Rom festgenommen
Er steht unter Verdacht gemeinsam mit drei Mittäter einen brutalen Raubüberfall auf eine Privatwohnung in Wien begangen zu haben.
Wien (OTS) - Der polnische Staatsangehörige Arkadiusz D. steht
unter Verdacht gemeinsam mit drei Mittätern am 21. März 2011 im
ersten Wiener Gemeindebezirk einen bewaffneten Raubüberfall verübt zu
haben. Die anwesenden Personen in der Privatwohnung wurden gefesselt
und geknebelt und anschließend Bargeld, Schmuck sowie ein Porsche im
Gesamtwert von rund 265.000 Euro geraubt zu haben. Die Amtshandlung
wurde vom Landeskriminalamt Wien - Außenstelle Ost übernommen. Im
Auftrag des Landesgerichts Wien wurde mittels Europäischen und
internationalem Haftbefehl via Interpol nach ihm gefahndet. D. und
seine Mittäter waren als extrem gewalttätig und gefährlich
eingestuft.
Am 12. April 2011 wurde von derselben Tätergruppe in
Zandhofen/Belgien ein weiterer bewaffneter Raubüberfall auf Personen
in einer Privatwohnung durchgeführt. Die örtliche Polizei konnte im
Zuge einer eingeleiteten Großfahndung alle vier Täter unmittelbar
nach der Tat festnehmen. D. wurde rechtskräftig zu sieben Jahre Haft
verurteilt und ins örtliche Gefängnis überstellt.
Am 30. Oktober 2011 flüchtete D. gemeinsam mit seinen drei Mittätern
aus dem Gefängnis. Im Zuge einer abermaligen Großfahndung konnten
alle bis auf D. wieder in Haft genommen werden. D. verließ daraufhin
Belgien und hielt sich vermutlich in Spanien und Italien versteckt.
Im Februar 2012 übernahm das Büro für Zielfahndung im
Bundeskriminalamt die internationale Fahndung. Nach umfangreichen
Ermittlungen und internationaler Zusammenarbeit mit Polen, Spanien
und Italien konnte sein Aufenthalt in Rom/Italien festgestellt
werden. Am 08. Mai 2012 gelang es den Ermittlern der Zielfandung den
mittels bestehenden Europäischen Haftbefehls gesuchten D. durch gute
Kontakte zu den Kollegen der Polizia di Stato in Rom festzunehmen. D.
wies sich bei der Festnahme mit einem gefälschten rumänischen
Reisepass und Führerschein aus. Darüber hinaus konnten bei ihm
weitere gefälschte Ausweise sichergestellt werden.
D. steht unter Verdacht im Zuge seiner Flucht via Spanien und in
Italien weitere bewaffnete Raubüberfälle begangen zu haben.
Diesbezügliche Ermittlungen sind derzeit noch im Gange. D. hat in
Belgien noch sieben Jahre Haftstrafe zu verbüßen. Der Verdächtige
befindet sich derzeit in Rom in Auslieferungshaft nach Österreich.
Rückfragehinweis:
Bundeskriminalamt Mag. Silvia Strasser Pressesprecherin Tel.: +43(0)664 26 40 713 mailto:[email protected] www.bundeskriminalamt.at Bundeskriminalamt Mario Hejl, BSc Pressesprecher +43(0)664 614 37 44 [email protected] www.bundeskriminalamt.at
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