OTS0073   15. Mai 2012, 09:59

Tag der Familie - BZÖ-Bucher/Haubner: Auch in Familienpolitik Österreich neu bauen

BZÖ setzte Schwerpunkt Kindergesundheit


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BILD zu OTS - Am 15. Mai ist der internationale Tag der Familie. Das BZÖ hat anlässlich dieses 1993 durch UN-Resolution festgelegten Tages in einer Aktion vor dem Parlament Luftballons mit Wünschen an die Politik in den Himmel steigen lassen.


Am 15. Mai ist der internationale Tag der Familie. Das BZÖ hat anlässlich dieses 1993 durch UN-Resolution festgelegten Tages in einer Aktion vor dem Parlament Luftballons mit Wünschen an die Politik in den Himmel steigen lassen. Mit dem Titel "Österreich neu bauen" wurden unter den Schwerpunkten, "Politik muss besser werden", "Familien haben genug gezahlt", "Individuelle Entfaltung der Familien ermöglichen", "Vereinbarkeit von Beruf und Familie sicherstellen", "Gesundheitsvorsorge der Kinder verbessern", "Bündnis für Kinder", "Modernes Familienrecht", "Miteinander der Generationen fördern" - 34 Einzelforderungen wie beispielsweise die gemeinsame Obsorge, der Wegfall der Zuverdienstgrenze beim Kinderbetreuungsgeld, der Ausbau der Pflegefreistellung, die Schaffung eines Eltern-Jugend-Passes, schärfere Strafen bei Missbrauch und Misshandlung oder ein bundeseinheitliches Kinder- und Jugendhilfegesetz wie auch die beste Bildung für alle Kinder, in alle Himmelsrichtungen versendet. BZÖ-Chef Klubobmann Josef Bucher und Familiensprecherin Ursula Haubner betonten vor den Aktivisten, Kinder seien die Zukunft: "Wer in unsere Kinder investiert, investiert in eine gute Zukunft unserer Gesellschaft. Die Politik hat dafür zu sorgen, dass es unseren Kindern gut geht. Das BZÖ ist die moderne Familienpartei, mit Antworten und Lösungen für sich im Wandel befindliche Lebenswelt der Familien".

Anschließend luden Familienzukunft Österreich und die Zukunftsakademie des BZÖ zum Thema Kindergesundheit zu einer hochkarätig besetzten Podiumsdiskussion ins Palais Epstein. 2012 setze das BZÖ auf den Schwerpunkt Kindergesundheit, erklärte Familienzukunft Obfrau Mag. Heidrun Tscharnutter in ihrer Begrüßung. Moderatorin Ursula Haubner betonte, dass Familie Verantwortung bedeute; nämlich Verantwortung des Staates, aber auch der Eltern für ihre Kinder. Es gelte massiv die Prävention im Sinne eines sozialen Frühwarnsystems auszubauen, denn ein Euro in die Prävention, erspare dem Staat und damit der Gesellschaft langfristig acht bis zehn Euro "Reparaturkosten".

Universitätsprofessor Dr. Reinhold Kerbl, der Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Kinder und Jugendheilkunde, plädierte für eine Eltern-Kind-Vorsorge auf neuen Beinen, sprach sich für eine Stärkung der Männerrolle aus und verlangte den Abbau bürokratischer Hürden. So seien beispielsweise bis zu 15 Amtswege zu erledigen, bevor man als Eltern einen Rollstuhl für sein Kind erhält. Kerbl forderte hier die Schaffung eines One-Stop-Shop-Prinzips.

Primarius Dr. Klaus Vavrik, der Präsident der Österreichischen Liga für Kinder- und Jugendgesundheit, betonte, dass sich die Krankheitsbilder bei Kindern massiv verändert hätten. Es gebe immer mehr so genannte Lebensstilerkrankungen, chronische und psychosoziale Leiden. Österreich belegt bei Kindergesundheit den 20. Platz von 21 OECD-Ländern und ist innerhalb der EU sogar das Schlusslicht. Die derzeitigen Gesundheitsfolgekosten dieser Entwicklung von rund 1,6 Milliarden Euro pro Jahr würden sich bis 2030 voraussichtlich auf rund 3,7 Milliarden Euro mehr als verdoppeln. Vavrik plädierte für eine viel stärkere Potentialentfaltung.

Für Elisabeth Schausberger, die Geschäftsführerin von KIB - Children Care Verein rund ums erkrankte Kind - ist die zentrale Frage die Betreuung von Kindern im Krankheitsfall. Allein 2011 hätten bei KIB mehr als 1.000 Eltern angefragt, weil sie keine Betreuung für ihr krankes Kind finden konnten. Schausberger plädierte dafür, die Pflegefreistellung für Eltern bei Krankheit des Kindes auszuweiten und den Kreis der Inanspruchnehmer auszubauen.

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OTS0073 2012-05-15 09:59 150959 Mai 12 BZC0001 0503



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